Alle Optionen offen halten

PresseEcho.de, 24. April 2006

Berlin (ots) - Dr. Walter Hohlefelder, Präsident des Deutschen
Atomforums, sprach sich bei der heutigen energie- und
klimapolitischen Tagung des Bundesumweltministeriums in Berlin dafür
aus, das Thema Kernenergie neu, offen und vorurteilsfrei zu
diskutieren. "Alle Optionen für die Energieversorgung künftiger
Generationen müssen offen gehalten und weiterentwickelt werden.",
sagte Hohlefelder. Zu diesen Optionen zähle auch die zukunftsfähige
Kernenergie, sofern sie wie in Deutschland technisch sicher und mit
einem Höchstmaß an Sicherheitskultur betrieben werde.

Politische Forderungen, den Sicherheitsstand eines Kernkraftwerkes
nach dem Alter der Anlage bewerten zu wollen, wies Hohlefelder
zurück. Zum Erhalt des hohen deutschen Sicherheitsniveaus würden die
Anlagen permanent sicherheitstechnisch verbessert und dem Stand der
Technik nachgeführt. "Deshalb kann nur der sicherheitstechnische
Zustand für die sicherheitstechnische Bewertung eines Kernkraftwerkes
ausschlaggebend sein. Die deutschen Kernkraftwerke gehören
unbestritten zu den sichersten weltweit.", erläuterte Hohlefelder.

Die Vereinbarung zwischen Bundesregierung und
Energieversorgungsunternehmen vom 11. Juni 2001 gelte nach wie vor,
so Hohlefelder weiter. Es sollten jedoch keine Fakten geschaffen
werden, solange über die Frage der künftigen Nutzung der Kernenergie
zwischen CDU/CSU und SPD unterschiedliche Auffassungen bestünden.
"Bis das für 2007 von der Bundesregierung angekündigte
energiepolitische Gesamtkonzept für unsere Energieversorgung von
morgen vorliegt, dürfen wir uns keine Optionen verbauen.", erklärte
Hohlefelder.

Originaltext: Deutsches Atomforum e.V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=7675
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_7675.rss2

Pressekontakt:

Christian Wößner
Tel.: 030 498555-20
Fax: 030 498555-17
E-Mail: presse@datf.de
www.kernenergie.de