Der Moorexpress - Gemütlich durch die Natur

connektar.de Presseverteiler, 29. August 2012

Der Moorexpress ist nicht nur für Bahn-Fans ein tolles Urlaubserlebnis, sondern hat unterwegs auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Heute ärgern wir uns sehr häufig über die Deutsche Bahn. Mal kommt der Zug zu spät, manchmal fällt er ganz aus und häufig sitzt man neben eher ungemütlichen Typen im Abteil. Früher war die Fahrt mit der Eisenbahn jedoch purer Luxus und hoch geschätzt. Es war die erste Möglichkeit Reisen über längere Strecken anzutreten und Güter auf einfache Art und Weise über Land zu befördern. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Bahnnetz in Deutschland massiv ausgebaut. Dabei entstand unter anderem der so genannte „Moorexpress“ im Norden Niedersachsens.

Geschichte des Moorexpresses:
Im Jahr 1907 fasst man den Entschluss, das Teufelsmoor in Niedersachsen an den Zugverkehr anzuschließen. Dazu gründete man die „Kleinbahn Bremervörde-Osterholz“. Die Verbindung im Elbe-Weser-Dreieck wurde wegen dem Teufelsmoor als „Moorexpress“ bezeichnet. Die Strecke verkehrte zwischen den Städten Stade und Osterholz-Scharmbeck und fährt dabei über Bremervörde, Gnarrenburg und Worpswede. 1942 änderte man den Firmennamen von „Kleinbahn Bremervörde-Osterholz“ in „Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn“. Ab 1952 arbeitete diese mit der Deutschen Bundesbahn zusammen. Gemeinsam organisierte man einen Städteschnellverkehr zwischen Bremervörde, Osterholz-Scharmbeck und Bremen. Den Höhepunkt der Betriebsamkeit erreichte der Moorexpress im Jahr 1960. Über 600.000 Personen ließen sich in diesem Jahr mit dem Express durch Nordniedersachsen fahren. Zum Vergleich: 1914 fuhren nur etwas über 190.000 Personen mit dem Moorexpress. Die Personenzahlen nahmen seitdem jedoch rasch ab. 1971 kündigte die Deutsche Bundesbahn den Vertrag und das gemeinsame Projekt musste eingestellt werden. Der übrige Personenverkehr auf dem Abschnitt zwischen Bremervörde und Osterholz wurde 1978 auf Busse verlagert. Dies schien das Ende des Streckenabschnitts zu sein. Doch bis heute verkehrt dort regelmäßiger Güterverkehr.

Technische Daten:
Die Höchstgeschwindigkeit des Moorexpresses beträgt 60 km pro Stunde. Der Dieseltriebwagen fährt auf einer 1435 mm breiten Spur (Normalspur) und trägt die Streckennummer 1260 (Bremervörde-Stade) beziehungsweise 9132 (Bremervörde-Osterholz).

EXPO 2000 und Sonderfahrten:
Im Sommer werden bis heute Sonderfahrten mit historischen Zügen angeboten. Diese werden gemeinsam von der Deutschen Bahn und der „Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH“ betrieben. Im Jahr 2000 fuhr im Rahmen der EXPO täglich der früher übliche Personenverkehr. Danach fuhr der Moorexpress noch einige Monate im Wochenendbetrieb. Seit 2006 fährt er über die Städten Stade, Bremervörde und Osterholz-Scharmbeck nach Bremen. Diese Strecke wurde hauptsächlich für Touristen am Leben erhalten. Eine Fahrt mit einer alten Eisenbahn ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ein tolles Erlebnis. Die Sonderfahrten finden zwischen Mai und Oktober jeden Jahres statt. Eingesetzt wird dabei ein historischer Dieseltriebwagen. Während der Fahrt werden interessante Informationen zur Geschichte der Strecke vermittelt. Eine Fahrradmitnahme ist möglich. Fahrkarten erhält man in jedem Touristikbüro oder direkt im Zug.

Sehenswürdigkeiten:
Der Moorexpress ist nicht nur für Bahn-Fans ein tolles Urlaubserlebnis, sondern hat unterwegs auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Zug hält unter anderem in Gnarrenberg, einer Stadt, in der die Marienhütte lange Zeit Glas fertigte. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten zählt außerdem die Künstlerkolonie Worpswede. Unterwegs gibt es zahlreiche Museen zu bestaunen, die sich mit regionalen Themen beschäftigen. Beispielsweise der Glasherstellung und dem Eisenbahnbetrieb. Für Naturliebhaber ist das Teufelsmoor an sich interessant. Um dessen Namen ranken sich spannende Geschichten und auch landschaftlich hat das Moor – trotz großflächiger Besiedlung - heute noch einiges zu bieten.

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