Eindrücke nach dem Erdbeben in Costa Rica

connektar.de Presseverteiler, 29. September 2012

Augenzeuge Jose berichtet vom Erdbeben in Costa Rica, das am 5. September 2012 mit einer Stärke von 7,6 das Land erschütterte. Noch immer gibt es immer wieder leichtere Nachbeben.

Es war 8.42. Er sei gerade im örtlichen Baumarkt gewesen, wie er mir erzählte, als das Erdbeben begann. Der Besitzer des Ladens und er hätten sich kurz angesehen, sich dann an den stabilsten Trägern des Gebäudes festgehalten. Eine Ewigkeit später, das heißt in der Realität etwa eine halbe Minute später sei es dann vorbei gewesen. Draußen hätten sich einige Leute auf die Straße gelegt. Es sei gewesen, als ob riesige Wellen durch den Boden gingen, beschrieb er das Gefühl, das er während des Erdbebens hatte. Langsam hätten sich die Leute wieder aufgerichtet, Jose erzählte mir von dem Chaos, das um ihn herum entstanden war. Alle Utensilien seien aus den Regalen des Baumarkts gefallen, hätten verstreut auf dem Boden herumgelegen.
Trotz der ungewohnten Situation seien die Leute alle ruhig geblieben. Der Schaden sei inspizierten worden, alle seien überrascht gewesen, dass nicht mehr kaputt gegangen oder eingestürzt sei.

Große Erleichterung, Glück gehabt Costa Rica

Joses größte Sorge galt seinen Freunden und der Familie, also sei er so schnell wie möglich nach Hause gefahren. Dort angekommen sei die Erleichterung groß gewesen, alle waren heil auf, kein größerer Schaden sei entstanden.
Die Telefonleitungen, sowie der Strom funktionierten für einige Stunden nicht mehr, seien jedoch sehr schnell wieder repariert worden. Was man wohl der guten Organisation der Netzbetreiber zu verdanken habe.
Costa Rica hätte großes Glück gehabt, meint Jose, insgesamt seien in Folge des Bebens nur 2 Menschen ums Leben gekommen, einer davon an einem Herzleiden, und auch in den übrigen Teilen des Landes hätte sich der Schaden sehr in Grenzen gehalten.
Am Nachmittag wäre Jose noch am örtlichen Strand gewesen, er erzählte mir von den riesigen Rissen, die sich dort gebildet hätten und von kreisrunden Löchern, bzw. Blasen, die sich im Schlamm ausgebildet hätten. Auch das es seit dem Erdbeben immer wieder kleinere Nachbeben gegeben hätte, weiß Jose zu erzählen, keines davon sei jedoch vergleichbar stark und langanhaltend gewesen. Kleinere Nachbeben seien eine normale Begleiterscheinung von großen Erdbeben, die meiste Energie hätte sich jedoch bereits entladen, das bestätigte auch Experten.

Ähnliches wie Jose haben die meisten hier zu berichten, der Schreck sei groß gewesen, der Schaden jedoch sehr gering ausgefallen. Doch was genau war am 5. September passiert?

Costa Rica, ein sehr junges und aktives Land

Costa Rica ist aus geologischer Sicht ein sehr, sehr junges Land. Vor über 65 Millionen Jahren hatte sich die Cocos Platte unter die Karibische Platte geschoben, durch diese Subduktion wurde eine Kette von Vulkaninseln geformt, die sich durch die schrittweise Anhebung des Meeresbodens zu einer Landmasse verbanden. Dieser Prozess ist noch heute im Gange, sodass es in der Region tatsächlich immer wieder zu Erdbeben kommt. In Folge des kürzlichen Erdbebens hat sich die Erde in Costa Rica um ca. einen halben Meter angehoben. Costa Rica ist dadurch ein Stück größer geworden, so auch die Strände, was für Touristen sicherlich erfreulich ist.
Mit einer Stärke von 7,6 war das Erdbeben Anfang September das zweitgrößte in der Geschichte Costa Ricacs, im Jahre 1991 hatte es ein Erdbeben der Stärke 7,7 gegeben, bei dem 50 Leute starben.
Das nur geringe Schäden entstanden sind, hat Guanacaste auch seiner günstigen Bodenformation zu verdanken. Die Kalksandsteinhaltigen Blöcke würden sich bei einem Erdbeben im Gesamten bewegen und so Verhindern, dass größere Risse entstehen, erklärte ein befreundeter Geologe.

Das große Beben 2012 und seine Folgen

Das Epizentrum des jetzigen großen Bebens lag wohl in der Nähe der Stadt Samara in der Provinz Guanacaste, hier fand in etwa 40 km Tiefe das Erdbeben statt. Dieses war bis nach Nicaragua spürbar. Die Tsunami Warnung, die in Folge des Bebens automatisch herausgegeben wurde, wurde bereits nach wenigen Stunden wieder aufgehoben.
Günstig war, dass sich das Erdbeben gegen 9 Uhr morgens ereignete, als die Leute also nicht mehr schliefen und sich in eine sichere Lage begeben konnten.
Die entstandenen Schäden waren wie gesagt überschaulich. Die Kirche in Nicoya, die aus dem Jahre 1544 stammt und somit das zweitälteste Gebäude Costa Ricas ist und deren Mauerwerk aus Kalksandstein besteht, wurde beschädigt. Der Schaden beläuft sich schätzungsweise auf 200.000 USD, relativ gering, wenn man das Alter und die Beschaffenheit des Gebäudes bedenkt.

Touristen sorgen sich, aber die Situation hat sich normalisiert

Für viele Touristen war es ein großer Schock, ein Erdbeben mitzuerleben, die Besorgnis war groß. Bereits geplante Flüge wurden teilweise nicht angetreten. Doch kein Grund zur Sorge, auch in den Hotels der Region Guanacaste entstand kaum Schaden, die Situation beruhigte sich schnell wieder. Auch Jose arbeitet für ein deutsches Hotel. Es liegt direkt in der Nähe von Samara, doch auch in der Hotellodge Costa Rica im Hotel Paraiso del Cocodrilo blieb die Lage ruhig, eine Leitung brach, ein paar Flaschen und einige antike mexikanische Vasen zerbrachen, sonst gab es keine weiteren Schäden, allen Hotelgästen geht es gut.

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