Markt der Vinylbeläge differenziert sich weiter - Vinylparkett für Sanierung und Renovierung

allfloors® Service Center, 25. August 2012

Vergleich-Test: Vinyl Parkett Bodenbeläge

Erste Wahl zur Renovierung und Sanierung auf Altbelägen

Klassische Holzparkett und Kork-Parkett Hersteller sind in Alarmbereitschaft, denn die neuen Vinyl-Design-Fertigparkett-Böden nehmen ihnen massiv Marktanteile ab. Das hat natürlich seine Gründe: Vinyl-Parkett imitiert täuschend echt die Optik und Haptik (Oberflächenstruktur) echter Holzböden und Steinböden. Im Gegensatz zu „echten“ Bodenbelägen sind sie jedoch deutlich pflegeleichter, robuster und günstiger. Nachdem Vinylböden heute keine schädlichen Weichmacher mehr enthalten und sehr geringe Emissionswerte (Ausdünstungen) aufweisen (Material wird so auch in der Humanmedizin verwendet), liegt eine Entscheidung für diese Böden in vielen Fällen auf der Hand.

In unserem Vergleich testeten wir die Produkteigenschaften der wichtigsten Hersteller Cortex (Vinatura), Objetflor (Expona Clic), Witex (Elastoclic) und Profilor (Vinylparkett).

Vinyl-Parkett Clic-System Vorteile

Vinyl-Parkett bietet fast alle Vorteile eines normalen Vinyl-Designbelages. Der Designbelag ist beim Vinyl-Fertigparkett mit einer HDF-Trägerplatte verklebt, welche die Clic-Verbindung herstellt. Somit ist dieser Fussbodenbelag hervorragend geeignet für Sanierung und Renovierung auf bereits bestehenden Belägen, zum Beispiel auch auf alter, verschlissener Dielung. Das Vinyl-Design-Fertigparkett kann in den meisten Fällen ohne das Aufbringen einer Unebenheiten ausgleichenden Spachtelschicht auf einen bestehenden Dielenboden oder einen Fliesenboden verlegt werden. Die einfach zu handhabenden Clic-Systeme erlauben es jedem nur etwas handwerklich Begabten, diesen Vinylparkett zu installieren und sogar zum Beispiel beim Auszug aus einer Mietswohnung wieder für eine weitere Verwendung zu deinstallieren bzw. wiederzuverwenden. Der in diesem Vergleich stehende Cortex Vinatura Vinyl Parkett hat zusätzlich eine Korkmittelschicht sowie einen Korkunterzug, welche für einen gelenkschonenden Gehkomfort und die akustische Trennung bzw. Dämmung gegen den Unterboden sorgen. Vinatura Vinyl-Designboden hebt sich mit seinen zwei Korkschichten von anderen Vinyl-Designböden ab, indem er der Wirbelsäule und Gelenken einen entscheidenden Gesundheitsvorteil verschafft. Außerdem wird so eine noch bessere Trittschalldämmung und ein angenehmer Raumklang (kein „Klappern" wie z.B. bei Laminatböden ohne Schalldämmung) erreicht.

Vinyl-Parkett Clic-System Nachteile

Die HDF-Trägerplatte hat jedoch auch Nachteile. Diese liegen zum einen in der Aufbauhöhe von 10 bis 10,5 mm, die bei der Sanierung höheren Aufwand erfordern kann. Es sollte daher vorher genau gemessen werden, welche maximale Aufbauhöhe der neue Bodenbelag haben darf. Türzargen und Türen müssen eventuell mit einem Multimaster bzw. einer Kreissäge oder Stichsäge exakt gekürzt werden. Ein weiterer Nachteil resultiert ebenfalls aus der HDF. Diese besteht aus Holzfasern und kann daher quellen. Deshalb ist der Einsatz von Vinyl-Design-Fertigparkett in Feuchträumen nur bedingt möglich. Die HDF-Träger gewerbliche einsetzbarer Vinyl-Parkett-System sind deshalb zum Teil imprägniert, z.B. Witex Elastoclic Objekt mit Aqua Protect (hier nicht im Test). Der gegenüber normalen Vinyl-Planken hohe Materialpreis von Vinyl-Parket (ca. 35 bis 45 EUR) relativiert sich vor allem dann, wenn der Bodenbelag schnell und einfach selbst verlegt werden soll, sodass teure Verlege-Dienstleiter eingespart werden können. Soll der Boden doch von einer Fach-Firma verlegt werden, kann ohne weitere Vorbereitungsarbeiten mit zusätzlichen 5 bis 10 EUR pro Quadratmeter gerechnet werden (wesentlich weniger, als für die Verlegung „normaler“ Vinyl-Designbelag-Planken.

Test und Vergleich Vinyl-Parkett

Die getesteten Vinyl-Parkett-Böden unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die unterschiedlich starke Nutzschicht. Diese steht für die Robustheit und Langlebigkeit eines Bodenbelages bei einer bestimmten Nutzungsintensität. Selbst der Boden mit der geringsten Nutzschicht von Profilor weißt jedoch bereits die höchste Nutzungsklasse 23 für den privaten Anwendungsbereich und eine Garantie von 15 Jahren aus. Damit ist eigentlich alles gesagt. Für welches Vinyl-Parkett man sich letzten Endes entscheidet, hängt von minimalen Ausstattungsunterschieden und dem gebotenen Zubehörprogramm ab. Die aus unserer Sicht naturrealistischsten Dekore bietet Expona Clic von Objectflor. Passende Sockelleisten fehlen jedoch. Witex Elastoclic punktet mit großer Dekorauswahl unter anderem mit „rostigem Stahl“, während Vinatura mit seinen zwei Korkschichten ein vorteilhaftes Alleinstellungsmerkmal aufweist, ebenfalls mit komplettem Sockelleisten-Programm. Wer auf passende Sockelleisten verzichten kann (neutrale weiße Leisten bieten ebenfalls eine optisch schöne Wandanbindung) und mit einem von 7 Dekoren glücklich ist, bekommt von Profilor ein Vinyl-Parkett zum unschlagbaren Preis. Die Preise für Vinyl-Parkett werden langfristig weiter sinken, das Niveau guter Laminatböden jedoch auf Grund der Materialkombination nicht erreichen. Doch Preisnachlässe von 5% bis 15% sind schon jetzt je nach Produkt und Abnahmemenge bei vielen Händlern möglich. Allfloors erstellt ab 50 Quadratmeter Projektgröße komplette Projektangebote mit attraktiven Preisen. Entscheidend ist jedoch nicht, ob man einen Bodenbelag 2 EUR pro Quadratmeter billiger oder teurer bekommt, sondern dass man sich lange an einem hochwertigen Qualitätsprodukt erfreuen wird, dass das Flair der eigenen vier Wände über viele Jahre entscheidend bestimmt.

Weiterführende Informationen unter:
http://www.allfloors.de/bodenbelag-guenstig-versandkostenfrei/designbelag-vinyl-parkett