Platon-Akademie
Germany
Zur Pressemappe
Die exakte Wissenschaft hat ihre Wurzelspitze in Heraklits „Alles fließt“ (s. u. a. PM(101)). 200 Jahre vorher aber, um 700 v.u.Z., hat Hesiod an den Anfang der Welt das selbstentstandene Chaos gesetzt. Die TFZ kann Hesiod bestätigen: Die fließende Zeit ordnet ein arithmetisches Chaos (vgl. auch www.platonakademie.de „HS“III).
Vorbemerkung.
Dazu müssen wir auf die hierarchischen Ordnungen der TFZ zurückgreifen. Die TFZ weist ja bekanntlich unendliche hierarchische Ordnungen nach, kurz UO oder U.O., die aus Universen bestehen, strukturiert nach einem Prinzip, das wir sogar im praktischen Leben benützen, hier als Folge der
… Hundertstel, Zehntel, Einer, Zehner, Hunderter Tausender…
(s. dazu auch die Bemerkungen in PM(101)). …Hundertstel, Zehntel… usw. sind die Elemente der jeweiligen Ordnung. So ist z.B. beim Geld der Zehner Element der Ordnung aller Zehner. In den U.O. sind solche Elemente von außen gesehene Universen (s. v. a. PM(7),(42),(101)). Z.B. versinnbildlicht der Zehner-Geldschein ein Universum, die Einzel-Euro-Münzen sind die Nukleonen darin. Der Einzeleuro wiederum versinnbildlicht ein untergeordnetes Universum mit den Zehn-Cent-Münzen als Nukleonen und unendlich so fort. Statt nach Zehner-Potenzen ordnen sich jedoch die Universen nach 10^80ger-Potenzen (wenn wir Nukleonen und nicht Elementarmassen zugrunde legen, s. PM(78)).
Diese Potenz selbst gilt nur gegenwärtig. Sie wächst mit der Zeit, da die Zahl der Nukleonen in einem Universum zunimmt. Die Massenzunahme registriert aber nur ein Beobachter im Inneren eines Universums. Der Außenbetrachter bemerkt an keinem Universum einen Zeitablauf im Sinne von Entwicklung, denn Universen sind in der TFZ Schwarze Löcher mit Zeithorizont (Zeitstillstand). Zu diesen Gesetzmäßigkeiten s. etwa PM(38),(39) und PM(42).
Damit nun zum Thema Chaos.
Die U.O. sind ein genaues Bild der rationalen Zahlenmenge /Q/. /Q/ erlangt durch sie objektive Realität. Der wesentliche Grund für die Objektivität liegt darin, dass die Unendlichkeit der Ordnungsfolge eine Letzte Ursache ihrer selbst und damit allen Seins darstellt, auch des Inhalts der Universen (Atome, Sterne, Organismen). Dazu lese man u.a. nach in (PM(7), PM(101) oder in der heute erreichten bestmöglichen Ausführlichkeit unter www.platonakademie.de. Die in den U.O. gegebene Letzte Ursache kann ein in einem Universum lebendes Subjekt (Ich) nur logisch, nicht empirisch nachweisen (s. z.B. PM(42)). Falls es dafür eine axiomatische Ausgangsbasis hat, bringt diese allerdings zuverlässigere Erkenntnisse als die empirische Wahrnehmung es vermag.
Das Subjekt selbst, der Bobachter, ist in den U.O. genau wie diese geordnet und ist durch die Unendlichkeit seine eigene Letzte Ursache (hierzu am besten (PM(7) und (55)).
Auf der einen Seite haben wir die U.O. als rein erschlossene, objektive, zeitlose Realität von /Q/, auf der anderen ist für die empirische Wahrnehmung der inneren Mannigfaltigkeit eines einzelnen Universums die Zeit erforderlich. Denn wir vermögen /Q/ dort empirisch nur im zeitlichen Nacheinander der Abzählung einer Folge von Dingen (Atomen, Molekülen, Bäumen usw.) nachzuvollziehen. Grundlagenmathematikern ist das durchaus geläufig.
Die Zeit hat zwei Aspekte.
1. Der Chaos-Aspekt. Wenn wir (als Beobachter) die Zeit als völlig unabhängige, isolierte Variable ansehen, nicht als Gegenwart T auf der Uhr, ist sie ein freier, willkürlich belegbarer Parameter t, eine Variable, die in ständigem Wechsel beliebig in Vergangenheit oder Zukunft platziert ist. Mit t allein lässt sich so keine geordnete Zahlenfolge erkennen und man kann bezweifeln, dass ungeordnete Zahlen überhaupt Zahlen sind. Mit der freien Variablen t allein herrscht ein absolutes Chaos. Es ist ein subjektives, da die U.O. ja objektiv die Menge /Q/ darstellen und aufgrund ihrer Unendlichkeit nicht verschwinden können. Daher kommen die Physiker seit Galilei auch so schwer an die Grundlagen der Naturgesetze heran.
2. Der Ordnungs-Aspekt. In Wirklichkeit kennen wir (bzw. benützen unbewusst) /Q/ schon seit Geburt, sind also von der Variablen t getrennt, und setzen damit seit unserem Dasein die rationalen Zahlen und damit die Ordnung voraus. Wir empfinden, denken und handeln immer schon unter Anwendung der Gegenwartsbedingung. Die GB: To1=T oder T/T=1 (mit „o“ als mal-Symbol) ist eine Ausschließlichkeitsform AF der Zeit, T ist der Jetzt-Zeitpunktes, nicht mehr ein willkürlicher Parameter (zuletzt genauer erklärt in PM(104)). Mit der AF der Zeit entstehen die Naturgesetze und die „Materie“ und auch das Subjekt als hochkomplexe molekulare Struktur (PM(54),(55)), so dass das Subjekt nach der Geburt im Grunde gar nicht mehr zu dem Chaos zurückkann, das sich ihm mit dem bloßen Parameter t noch darstellen würde: Das Chaos des Hesiod ist mit unserer Geburt in Ordnung übergegangen. In PM(104)) ist dieser Übergang erklärt: Mit dem subjektiven Wahrnehmen der Welt nimmt nämlich die GB statt T/T=1 die Version R*/T=1=1c an, wo im Zähler der Raum erscheint. Erst diese Form der GB erklärt die Entstehung der Materie und ihrer Gesetze in einem Universum. c ist jetzt die Lichtgeschwindigkeit, übrigens mit stets positiv gerichtetem Vektor, denn für jede Belegung –T würde aus der GB –T/– T = +T/T folgen und das ergibt +R*/T. Zur SRT s. a. www.platonakademie.de „HS“ II S. 2.
Firmenportrait:
Die 1995 erneuerte Platon-Akademie (PA) versteht sich als Fortsetzung und Abschluss der antiken. Es geht ihr aber nicht um die Fortsetzung der spekulativen Philosophie Platons, auch Textkritik ist die Ausnahme. Sie versucht, im naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die richtige Antwort auf die von Platon gestellten Fragen nach der letzten Ursache der Naturgesetze und nach der Gesellschaftsordnung zu finden. Sie wurde 529 von der Kirche geschlossen. Leitung: Anton Franz Rüdiger Brück, geb. 1938, Staatsangeh. Deutsch. Humanistisches Gymnasium. Hochschulstudien: Physik, Mathematik, Pädagogik, Philosophie. Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst.
Mail: platonakademie( @) aol.de