Platonakademie(108). TFZ Spezial: Metallarme Sterne aus der „Frühzeit“ des Universums sind erst 10 Mrd. Jahre alt / Zur Sternentwicklung in der TFZ

Platon-Akademie, 13. Juni 2012

Der Astrophysiker bezeichnet Elemente schwerer als Helium als Metalle. Anders als im Weltmodell der TFZ müssen im klassischen Urknallmodell metallarme Sterne aus frühesten Epochen des Universums stammen. Betroffen sind natürlich leichte Sterne, die langsam genug ausbrennen, um überhaupt alt zu werden.

Der Mechanismus ist einfach. Das Universum reichert sich (sowohl nach dem Urknallmodell als auch nach der TFZ) im Laufe der Zeit deshalb mit Metallen an, weil diese sich infolge der Sternentwicklung im Sterninnern bilden und durch Supernova-Ausbrüche dann zuletzt in das interstellare Medium ausgestoßen werden. Sie werden schließlich in neu entstehende Sterne mit aufgenommen.

Die TFZ führt nun aber die auf bestimmte Weltalter fallenden Kompressionszeitpunkte T(k) ein. Es ist aufschlussreich, die Dinge aus verschiedener Sicht zu wiederholen: Die aus der TFZ folgende Strömungskraft Sk verdichtet bei den T(k) alle Materie (Gas, Staub, Sterne und ganze Galaxien) zu Schwarzen Löchern (genaueres in PM(107). Der Raum ist heute mit über 10^33 SL besetzt. Die allermeisten sind sehr klein, die größten entsprechen den Kernen der Elliptischen Galaxien. Der letzte SL-bildende T(k) fand vor 10,296 Mrd. Jahren statt (im TFZ-Universum z = 1,53). Der vorletzte bei einem Weltalter nahe T = 100 Mio. Jahre (z = 9,5).

Die ersten Sterne entstanden nach der TFZ in den ersten Minuten oder gar Sekunden des Universums in großer Zahl. Da sich nach jedem T(k) sofort neues Grundsubstrat (Wasserstoff) bildet, sammeln die entstandenen SL dieses ein und bilden Hüllen. Daraus wurden anfangs nur Sterne, bei größerem T Galaxien. G war aber anfangs enorm. Die Sterne hatten winzige Massen und blitzen gewissermaßen nur auf. Sie brannten sofort aus. Die leichtesten möglichen hatten auch später noch Leuchtkräfte wie O-Sterne. Die T(k) folgten zuerst rasch auf einander (die ersten 14 etwa in der ersten Sekunde), und zwar jeweils bei einem um das 37,622fache größeren Weltalter T. Beim T(21) = 51 Jahre z.B. hatte G noch das 2,8 mal 10^8fache von heute. Beim T(24) (T = 2,69 mal 10^6 Jahre) war die Gravitation immer noch 5 300mal stärker als heute. z lag bei 95.

Jeder T(k) löschte also alle bestehenden Sterne. Wir sehen heute diejenigen Sterne bzw. Galaxien jenseits des T(26), deren Generation vor 10,296 Mrd. Jahren endete, als das TFZ-Weltalter 3,812 Mrd. Jahre betrug. (Das Gesamtalter des Universums beträgt nach der TFZ 14,108 mal 10^9 Jahre.)

Das nach dem T(26) neu entstehende Grundsubstrat war metallfrei. Die jetzt zuerst neu entstehenden Sterne durften, weil G über dem 3,5fachen von heute lag, geringere Mindestmassen besitzen als heute. Zur Masse vgl. auch PM(35)! Daher gibt es heute leichte Sterne ohne Metalle, nicht älter als 10 Mrd. Jahre. G beschleunigte indes noch immer das Wasserstoffbrennen so, dass die ersten schweren Sterne bereits kurz nach dem T(26) ihre Metalle abgaben. D.h. dass schon eine Milliarde Jahre nach dem T(26) die Metalle wieder da waren. Jetzt entstanden neben den ersten, metallfreien auch metallreichere Sterne, die heute noch existieren.

Man kann sagen: Durch T(26) wurde die Sternentwicklung zeitlich so „gestaucht“, als wäre dieser späte Zeitpunkt der Beginn des Universums gewesen. Freilich wird sich die TFZ mit entsprechenden feineren Beobachtungen decken müssen.

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