Redakteure / Journalisten
Ihre Aufgaben

Redakteure & Journalisten und Ihre Aufgaben können sich aus einem grundgesetzlichen Auftrag ableiten lassen. Dort ist zwar weder der Begriff des Journalisten noch des Redakteurs definiert, aber die Meinungs- und Pressefreiheit als Grundrecht beschrieben, auf das die Bürger im Allgemeinen und die Redakteure und Journalisten im Besonderen Bezug nehmen können.

Redakteure und Journalisten und Ihre Aufgaben ergeben sich aus dem Anspruch auf Meinungsfreiheit, wie ihn der Artikel 5 Grundgesetz formuliert: "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten." Redakteure/Journalisten und Ihre Aufgaben sind genau dies: Sich aus allgemein zugänglichen Quellen zu informieren (Recherche) und die dort gewonnen Ergebnisse in publikumsfreundlichen Darstellungen unter Verwendung von Texten, Tönen und Bildern zu publizieren. Redakteure/Journalisten und Ihre Aufgaben können also ausgehend von der Recherche bis zur Umsetzung in den Medien (Print-Medien, elektronische Medien und Online-Medien) als professionelle Umsetzung der Meinungsfreiheit beschrieben werden.

Redakteure & Journalisten und Ihre Aufgaben erfordern noch eine Abgrenzung der Berufsbezeichnungen. Journalist ist der Oberbegriff, der alle Personen umfasst, die überwiegend hauptberuflich mit unabhängiger Meinungsbildung befasst sind. Sehr oft sind Journalisten freiberuflich mit mehr oder weniger fester Anbindung an ein bestimmtes Publikationsorgan beschäftigt. Unter Redakteuren versteht man eher die bei einem Publikationsmedium festgestellten Journalisten, die stärker als ihre freiberuflichen Kollegen in die technische Umsetzung des Publikationsorgans eingebunden sind.

Redakteure/Journalisten und Ihre Aufgaben können als Prozess beschrieben werden. Oft steht am Anfang einer publizistischen Tätigkeit nur eine ungerichtete Informationsaufnahme, wie sie für jeden Staatsbürger unterstellt werden kann. Auch der Journalist liest Medien und unterhält sich über deren Berichte mit Kollegen, Freunden und Bekannten. Diese geben aber auch medial noch nicht verwertete Informationen ab, die sich für die Umsetzung journalistischer Projekte anbieten. Diese Ideen führen direkt zu einer Recherche oder werden zunächst in die Redaktionskonferenz oder entsprechende Besprechungen eingebracht.

Redakteure / Journalisten und Ihre Aufgaben lassen sich oft nur in enger Koordination bewältigen. Viele journalistische Projekte können nicht von Einzelnen bewältigt werden. Die Redaktionskonferenz dient hier der Arbeitsteilung bei Recherche und Umsetzung in Texte. So hat das Nachrichtenmagazin Spiegel viele Duzend Redakteure und freie Mitarbeiter wochenlang beschäftigt, um die umfangreichen Datenbestände zu sichten, die durch die Internetplattform WikiLeaks zur Verfügung gestellt wurden. Entsprechend den Leitideen des Mediums werden Redakteure/Journalisten und Ihre Aufgaben so bestimmt, dass die publizistischen Ziele Schritt für Schritt umgesetzt werden können.

Nach der Themenbestimmung erfolgt die Recherche, bei der Redakteure/Journalisten und Ihre Aufgaben so zu bestimmen sind, dass nicht nur die Quellen gelesen und ausgewertet müssen. Die Quellen und sonstigen Informationen sind auch kritischen Prüfvorgängen zu unterwerfen, denn die Daten und Fakten können auch bewusst oder unbewusst verfälscht worden sein. Hier gehört es auch für Redakteure/Journalisten zu ihren Aufgaben ergänzende Quellen zu beschaffen und Informanten zu befragen. Werden Tatsachen oder Meinungen recherchiert, die einzelnen Personen oder Organisationen betreffen und die später in der Berichterstattung verwendet werden könnten, dann sind diese Personen und Organisationen zu befragen, um diesen die Möglichkeiten zu geben, ihre Sicht auf die Welt mitzuteilen. Dadurch werden dann Recherche-Ergebnisse verändert oder erweitert.

Redakteure - Journalisten und Ihre Aufgaben setzen den kompetenten Recherche-Prozess als Dauertätigkeit an. Aber ab einer bestimmten Phase der journalistischen Arbeit tritt die Recherche hinter die Darstellung zurück. Oft wird aber zunächst in einer Redaktionskonferenz über die Linie oder Stoßrichtung der Berichterstattung entschieden. Redakteure/Journalisten sehen Ihre Aufgaben als Meinungsbildung und daher wollen sie oft keine vielfältigen oder widersprüchlichen Recherche-Resultate präsentieren, sondern die Recherche zu einer "runden Geschichte" mit klarer Stoßrichtung bündeln. Henri Nannen, der legendäre Chef des Magazins Stern, sprach in diesem Zusammenhang vom "Küchenzuruf": Jede journalistische Aufbereitung soll in einfachen Wochen eine klare Aussage über die Welt auf den Punkt bringen. Dies kann bei komplexen Problemlagen problematisch werden. Redakteure/Journalisten und Ihre Aufgaben sind daher gut aufgestellt, wenn sie trotz notwendiger Problem-Reduktion darauf achten, dass die relevanten Daten und Fakten in der Berichterstattung Verwendung findet. Weglassen von Fakten, die nicht ins vereinfachte Weltbild passen, ist keine gute journalistische Vorgehensweise. Besser ist es, diese Punkte zu berichten und als Widersprüche oder ungeklärte Fragen für weitere Recherchen und Berichterstattungen zu offen zu halten.

Redakteure wie Journalisten und Ihre Aufgaben können in einen letzten Schritt als lesenswerte Zusammenstellung der Berichterstattung bestimmt werden. Hierbei sind die Texte gut zu gliedern und in unterschiedliche Textarten (Haupttext, Kastentext, ergänzende Textinformationen) und Bilder und O-Töne aufzuteilen. Durch die elektronischen Medien und das Internet haben Bewegtbilder an Bedeutung gewonnen.

Redakteure oder Journalisten und Ihre Aufgaben: Eine interessante Tätigkeit mit hoher gesellschaftlicher Relevanz muss ständig auf aktuelle Wünsche und Bedürfnisse des Publikums angepasst werden.