Tibetische Zentralverwaltung gibt einen Dokumentarfilm über die Selbstverbrennungsproteste heraus

IGFM München, 15. Oktober 2012

Die Abteilung für Information und Internationale Beziehungen der Tibetischen Zentralveraltung stellte am Montag ein Dokumentarvideo der 51 Fälle von Selbstbrennung seit 2009 in Tibet vor (1).

Bei der Einführung der Dokumentation während einer Pressekonferenz sagte der Sekretär des Department for Information and International Relations (DIIR), das Video bezwecke, „die derzeitige schreckliche Lage in Tibet einem größeren Personenkreis bekannt zu machen, die Ursachen zu beleuchten, die für diese Protestform verantwortlich sind, sowie der internationalen Gemeinschaft die Sehnsüchte derjenigen, die sich aus Protest selbst verbrannten, bewußt zu machen“.

51 Tibeter legten seit 2009 Feuer an sich, sie forderten die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet und die Freiheit von Chinas Herrschaft mit der eisernen Faust, heißt es bei der CTA.

Der Dokumentarfilm, der den Titel „Die brennende Frage: Warum zünden sich Tibeter selbst an?“ trägt, basiert laut Aussage der CTA auf der authentischen Auswertung diverser vertrauenswürdiger Quellen über die Selbstverbrennungsproteste seit 2009.

Diese 30minütige Dokumentation wurde den Presseleuten während der Pressekonferenz vorgeführt, bei der über eine Reihe von politischen Maßnahmen gesprochen wurde, die wie die Repression der Religionsfreiheit, die Einschränkung der Freiheit der Sprache, oder die erzwungene Ansiedlung der Nomadengemeinden zu den Faktoren gehören, die zu der feurigen Welle der Selbstverbrennungen führten.

Das CTA beabsichtigt, den Dokumentarfilm demnächst auf Tibetisch und Chinesisch herauszubringen, um einen weiteren Kreis an Zuschauern zu erreichen.

(1) THE BURNING QUESTION: Why are Tibetans Turning to Self-immolation? http://www.youtube.com/watch?v=1HhKF4_-9g8