Pressemitteilung vom 23.03.2010 15:45 Uhr
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'Börse Online'-Interview mit dem Präsidenten des Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn: "Die Finanzen sind Sachen meiner Frau"

Frankfurt (ots) - Ökonom überlässt seiner Gattin seine privaten Geldgeschäfte / Volkswirtschaftliches Wissen zu abstrakt, um an Finanzmärkten nützlich zu sein / Deflation eher zu erwarten als Inflation / Wahrscheinlichstes Kojunkturszenario ist, "dass wir die Kurve kriegen" Hans-Werner-Sinn, Präsident des Wirtschaftsforschungs-Instituts Ifo, kümmert sich nicht persönlich um seine privaten Geldgeschäfte. "Die Finanzen sind Sache meiner Frau. Da haben wir eine strikte Arbeitsteilung", sagte Sinn dem Anlegermagazin 'Börse Online' (Ausgabe 13/2010, EVT 25. März). Ihm sei sogar unbekannt, was sich in seinem Wertpapierdepot befinde. "Mich interessiert das Thema Investieren generell nicht. Ich weiß nur: Wir haben ein Haus mit Schulden, das wir abbezahlen." Sein volkswirtschaftliches Wissen würde für private Investments an den Finanzmärkten sowieso kaum etwas nützen, erklärte Sinn, der zu den bekanntesten und einflussreichsten deutschen Ökonomen zählt. "Das ist zu abstrakt und generalisierend, als dass man die Informationen hätte, die im Einzelnen für Anlage-Entscheidungen helfen." Einzige Ausnahme sei die Währungsumstellung im Jahr 2002 gewesen. Damals habe er durch eigene Forschungen den Eindruck gewonnen, der Euro werde steigen, und seiner Frau Investments empfohlen. "Das hat sich tatsächlich gelohnt." Der Ifo-Chef wandte sich gegen Prognosen, angesichts der explodierenden Geldmenge drohe Inflation. "Ich halte diese Furcht für nicht gut begründet." Eher sehe er die Gefahr einer Deflation ähnlich wie in Japan. Das wahrscheinlichste Konjunkturszenario ist in seinen Augen, "dass wir die Kurve kriegen", sagte Sinn und begründete dies mit den massiven weltweiten Konjunkturprogrammen. Originaltext: Börse Online, G+J Wirtschaftsmedien Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/67525 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_67525.rss2 Pressekontakt: Martin Reim, G+J Wirtschaftsmedien, Tel.: 069/15 30 97 776, Fax: 069/15 30 97 799 E-Mail: reim.martin@guj.de www.boerse-online.de

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