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Innovationspreis Niedersachsen 2018: Transferzentrum Elbe-Weser Projekt gewinnt in der Kategorie "Kooperation"

Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW), 13. September 2018

Aus Wissens- und Technologie-Transfer entsteht therapeutische Bewegungsplattform für Kinder mit motorischen Einschränkungen

Ende August wurde unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und Wissenschaftsminister Björn Thümler erstmals der Innovationspreis Niedersachsen in Hannover verliehen. Gewinner in der Kategorie "Kooperation" ist das vom Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) initiierte Entwicklungsprojekt einer Bewegungsplattform für Kinder mit motorischen Einschränkungen. Dieses entstand in Kooperation der beiden Unternehmen osthaus & beckert GmbH aus Schwanewede-Brundorf und Strehl GmbH & Co. KG aus Bremervörde.

Der Innovationspreis Niedersachsen 2018 zeichnete erstmals innovative Unternehmen mit herausragenden Leistungen in den Kategorien "Kooperation", "Wirtschaft" und "Vision" aus. Aus insgesamt 75 Bewerbungen nominierte die Jury neun Projekte - darunter auch das vom Transferzentrum Elbe-Weser begleitete Gemeinschaftsprojekt der beiden Unternehmen osthaus & beckert und Strehl. "Der Gewinn des Innovationspreises in der Kategorie "Kooperation" ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass abseits des Offensichtlichen viele wertvolle Synergien möglich sind", freut sich Dipl. Wirt-Ing. (FH) Arne Engelke-Denker, Leiter des Transferzentrum Elbe-Weser. "Aufgabe des TZEW ist es, potenzielle Wissens- und Technologietransfers zu erkennen und diese gezielt zum Vorteil der Firmen anzustoßen."

Branchen-Synergie hilft Kindern mit motorischen Einschränkungen

Das Unternehmen Strehl aus Bremervörde im Landkreis Rotenburg (Wümme) ist Spezialist für maßangefertigte Hilfsmittel in der Kinderreha- und Orthopädietechnik, Fußorthopädie und Sitzorthetik. Die Kernkompetenz von osthaus & beckert mit Sitz in Schwanewede, Landkreis Osterholz, ist dagegen die Blechbearbeitung für Industrie, Handwerk, Schiffbau, Automotive sowie Luft- und Raumfahrt. Ausgangspunkt der Kooperation war eine vermittelnde Beratung des TZEW bei osthaus & beckert zur strategischen Positionierung eines neuentwickelten Fahrsimulators. Rat des TZEW war es, dessen Kernelement ebenfalls als Bewegungsbasis für Rehabilitationsgeräte anzubieten. Im nächsten Schritt wurde bei einem Sondierungsgespräch der Kontakt zur Firma Strehl geschaffen. Dessen Inhaber Björn Strehl befasste sich mit der Herausforderung, dass die Muskeln von Menschen mit schlaffen oder spastischen Lähmungen mit herkömmlichen therapeutischen Geräten nur unzureichend stimuliert werden. Das Resultat der Zusammenarbeit: Aus dem Zusammenspiel des Move-Control-Sensors von osthaus & beckert und der Stehorthese von Strehl entstand eine Bewegungsplattform für Kinder mit motorischen Einschränken, die komplexere Reaktionen abrufen kann und den therapeutischen Erfolg ermittelt. Damit während der Therapie keine Überforderung der Muskulatur erfolgt, wird dazu ebenfalls die von den Kindern ausgelöste Gegenkraft gemessen.

Der vom Innovationsnetzwerk Niedersachsen ausgelobte Innovationspreis ist pro Kategorie mit jeweils 20.000 EUR dotiert. 50 Prozent des Preisgeldes investieren osthaus & beckert und Strehl in die Weiterentwicklung des Projektes und Maßnahmen der Markteinführung, darunter die Patentanmeldung. Die andere Hälfte fließt als gemeinnütziger Zuschuss an die ersten drei Besteller der Bewegungsplattform - zu den Zielgruppen gehören Reha- und Therapieeinrichtungen.

• Technologietransfer-Projekt ARTIE: www.artie.eu
• Transferzentrum Elbe-Weser: www.tzew.de
• TZWE Image-Film: www.youtube.com/watch?v=re646Qcz8cQ

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Auf Initiative der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden entstand 1999 das Technologietransfer-Projekt ARTIE, das Regionale Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Begleitung von Innovationsprozessen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Heute umfasst das Netzwerk 10 Landkreise (Celle, Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Uelzen und Verden) im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg. Die konkrete Umsetzung des Wissens- und Technologietransfers sowie die Betreuung der Unternehmen vor Ort erfolgen bereits seit 2006 durch das Transferzentrum Elbe-Weser. Als neutrale und unabhängige Einrichtung bildet das TZEW die Verzahnung zwischen den Unternehmen in der Region, den Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie den Einrichtungen der kommunalen Wirtschaftsförderung. Dabei werden die Unternehmen über den gesamten Innovationsprozess begleitet und unterstützt. Das Angebot des TZEW wird aus Mitteln der beteiligten Landkreise sowie EU-Mitteln finanziert und ist als Serviceleistung der Wirtschaftsförderung vor Ort für die Unternehmen kostenfrei.

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