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Tilidin kaufen in Deutschland immer mehr bei chronischen Schmerzen

Taskom-GmbH, 30. November 2018

Oft verordnen Ärzte das Schmermittel Tilidin bei chronischen Schmerzen mit moderater bis hoher Intensität, da es bei korrekter Anwendung ein sehr günstiges Wirkungsprofil aufweist. Auch die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind gering. Präparate, die zusätzlich Naloxon enthalten, können nach wie vor über ein normales Kassenrezept verordnet werden. Zum Leidwesen der Mediziner gab es allerdings bisher nur wenige Daten über den Einfluss von Tilidin auf die Leber- und Nierenfunktion und über die Wirkung der Abbauprodukte des Medikaments. Da man Tilidin bei chronischen Schmerzen oft für längere Zeit benötigt, sind diese Hintergründe wichtig, um das Risiko-/Nutzen-Verhältnis abzuschätzen. Gerd Mikus von der Universität Heidelberg hat sich damit verfasst und im Jahr 2017 eine entsprechende Beobachtungsstudie veröffentlicht.

Im Rahmen seiner Studie befragte Professor Mikus insgesamt 48 Patienten. Auswahlkriterium war, dass sie unter chronischen Schmerzen litten und seit mindestens einer Woche ein retardiertes Tilidin-Präparat in oraler Form erhalten hatten. Die Teilnehmer erhielten standardisierte Fragebögen, um Angaben unter anderem zum Allgemeinbefinden, zum Schmerzempfinden, zum psychischen Zustand, zur Verdauung und zu den von ihnen eingenommenen weiteren Medikamenten zu machen. Die Leber- und Nierenwerte wurden im Labor untersucht. Insbesondere wurde auch die Plasmakonzentration der Tilidin-Metaboliten Nortilidin und Bisnortilidin bestimmt.

Die 48 Patienten, die an der Studie teilnahmen, waren im Durchschnitt 67 Jahre alt. Pro Tag nahmen sie zwischen 50 und 450 mg Tilidin ein. Drei Viertel der Patienten erhielten zusätzlich ein Schmerzmittel der WHO-Stufe 1 oder 2. Bei drei von vier Patienten waren die Schmerzzustände damit gut zu beherrschen, bei den anderen erwies sich die Medikation als korrekturbedürftig. Im Schnitt nahmen die befragten Patienten, abgesehen von Tilidin, 6,5 weitere Medikamente. Ein signifikanter Einfluss auf den Abbau von Tilidin war dabei nicht zu beobachten.

Die Studienteilnehmen wurden gezielt gefragt, ob sie unerwünschte Wirkungen verspüren, die sie auf die Behandlung mit Tilidin zurückführen. 40 Prozent verneinten dies. Negative Effekte auf den Magen-/Darmtrakt lassen in der Regel nach kurzer Zeit nach. Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfungen wurden in keinem Fall genannt.

Bei 18 Patienten zeigten sich in unterschiedlicher Ausprägung Symptome wie Müdigkeit und vermehrter Schwindel. Diese kann man eindeutig dem Tilidin zuordnen. Erhöhte Leberwerte oder eingeschränkte Nierenfunktionen kamen in einigen Fällen vor, es waren außerdem erhöhte Konzentrationen der Tilidin-Metaboliten zu messen. Diese waren jedoch nicht so gravieren, dass eine Anpassung der Dosis erforderlich gewesen wäre.

Tilidin bei chronischen Schmerzen

Wie die Studie zeigt, ist Tildin bei chronischen Schmerzen, wenn eine dauerhafte Anwendung erforderlich ist, in der Regel gut verträglich. Das Ergebnis ist wenig überraschend. Es deckt sich mit vielen ähnlichen Studien, trifft allerdings nur auf therapeutische Dosierungen zu. Wird das Medikament als Droge missbraucht oder dauerhaft zu hoch dosiert, steigen die Risiken exponentiell.


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