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Platon-Akademie (10): Seit 80 Jahren weckt das Urknall-Standard-Modell immer wieder Zweifel. / Nach der TFZ konnte ein klassischer Urknall nicht stattfinden. / Kleine Korrekturen am 13.10.2012

Platon-Akademie, 11. September 2009

Bei Rowohlt ist 1993 das Buch von Reinhard Breuer (HG), „Immer Ärger mit dem Urknall, Das kosmologische Standardmodell in der Krise“ erschienen. Die sog. Dunkle Energie und manche Bücher mit sieben Siegeln haben später die Fragezeichen vermehrt. Fest steht allein: Das Universum hatte einen Anfang.
Es ist nun bemerkenswert, dass eine Hypothese, die Paul Maurice Dirac und Pascual Jordan in den dreißiger Jahren des letzten Jh. aufstellten und die seit langem als unhaltbar gilt, von der TFZ (Theorie der fließenden Zeit) dennoch voll bestätigt wird. Damals vermuteten beide, die Gravitations„konstante“ G nehme in Wahrheit ab. Außerdem hielt Jordan zwei große kosmologische Zahlen für ein Indiz, dass die Weltmasse (in Einheiten der Protonenmasse) zu jeder Zeit dem Quadrat des Weltradius (in Einheiten der Protonenradius) entsprach, genauer gesagt: dass der Urknall mit einem einzigen Proton oder Neutron begonnen hat und dass die Weltmasse seitdem mit dem Quadrat des Weltalters zunahm.
Nicht nur stand das Zahlen-Spiel als recht einsames Argument da, auch die Abnahme der Gravitationskonstante hätte sich bereits in der Vergrößerung der Planetenradien bemerkbar machen müssen, tat es aber nicht. Man verwarf die Theorie. Bloßer Empirismus ist freilich oft trügerisch. In den siebziger Jahren zeigten die allerersten eindeutigen Ergebnisse der TFZ (Theorie der fließenden Zeit), dass G genau in der Weise abnimmt, wie Jordan und Dirac postuliert hatten. Das Ergebnis schien absurd. Zu allem Überfluss zeigte die TFZ auch noch, dass die Weltmasse genau nach dem besagten Gesetz zunimmt (platonakademie.de, „Hörsaal“ II und V). Die TFZ benützte statt der kosmologischen Zahlen die Gegenwartsbedingung, aus der die Zahlen folgen.
Die Untersuchungen sind inzwischen sehr detailliert und bisher gut fundiert, aber die Ergebnisse auch ziemlich vernetzt. Abgeschlossen sind sie nicht, weil das Sache von Spezialisten der Kosmologie wäre. Die Abnahme von G – im Rahmen der TFZ unabweisbar! – wird von dem empirischen Widerspruch befreit, weil eine abgeleitete Gleichung beweist: Die Massen M all der Körper, die nicht mit dem Universum expandieren (Sterne, Planeten etc.), wachsen vom Zeitpunkt ihrer Entstehung ab genau so wie G abnimmt, d.h. GM = const. Infolgedessen kann die Messung der Bahnradien gar keinen Hinweis auf die Abnahme von G liefern. Genauer gesagt ist es so: Die Wirkung der Gravitationsquanten der Sonne läßt zwar nach, aber ihre Zahl wächst.
Die TFZ kennt eine potentielle Quelle für dieses Wachstum der Sonne: das sog. Grundsubstrat (GS). Es verrät sich womöglich als Dunkle Materie (s. platonakademie.de „Hörsäle“ II, V und VI). Allerdings ließ sich mit dem GS jenes abgeleitete, der abnehmenden Gravitationsbeschleunigung streng umgekehrt proportionale Zentralmassen-Wachstum bisher nur formal einwandfrei verstehen. Man würde eher unregelmäßigen Zufluss von Masse erwarten. Die Herleitung lässt sich andererseits nicht widerlegen. Eine Widerlegung wäre sogar bedenklich, weil die Abnahme von G absolut feststeht.
Fazit: Der Urknall hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mit der gesamten Weltmasse begonnen, sondern mit einem einzelnen Nukleon. Jedoch nach jeder 37,622… fachen Vergrößerung des Weltalters ereignen sich mit der Präzision eines Uhrwerks „nachträgliche“, im gesamten Universum synchrone Urknalle, und zwar verteilt an jedem Einzelobjekt, jedem Stern und Planeten (vgl. platonakademie.de, „Hörsaal“ II Gl.(3)). Wahrscheinlich rühren davon viele der GRBs her, die überwiegend mit allgemein-relativistischer Verzögerung aktiviert werden.
Bis heute traten 26 sog. Kompressionszeitpunkte auf, der letzte (genannt T(26)) bei z = 1,529 (nach der TFZ vor 10,296 Milliarden Jahren). In der Tat beobachtet man seit längerem lebhaft gesteigerte Sternentstehung zeitlich kurz vor T26 und in jüngster Zeit fanden dort Pieter van Dokkum e.a. von der Yale University hochkomprimierte Galaxien – direkte empirische Belege (Kurzbericht hierüber in SuW 2008, Heft 10, S. 16).

Platon-Akademie (PA). Die neue Platon-Akademie (PA) wurde als Fortsetzung und Abschluss der antiken PA neu gegründet und befindet sich im Aufbau. Das Ziel ist jedoch grundsätzlich nicht die Wiedergabe der Texte Platons. Vielmehr ist es jetzt ihre Aufgabe, im naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die richtige Antwort auf die großen modernen philosopghischen Fragen. zu finden.
Autor der Platonakademie:
Anton Franz Rüdiger Rüdiger Brück
Staatangeh. Deutsch
Geb. 1938 in Völklingen
Human. Gymnasium
1959 Abitur
Studien: Mathematik, Physik, Pädagogik, Philosophie.
Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst
A. Fr. R. Brück
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