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Platon-Akademie (11): Wie verbindet die TFZ den Dualismus Welle/Teilchen mit der Gravitation?

Platon-Akademie, 24. September 2009

Frau Joan White (Realschulabschluss, Amateurastronomin) sagt: „Der Satz in Ihrer PM (9) ‘Die Gravitation ist die formal einfachste der bekannten Kräfte‘ widerspricht allem, was ich darüber bisher hörte.“
So ist es. Wenn Sie allerdings nach Natur und Herkunft der Gravitation fragen, stoßen Sie auf einen sehr einfachen Zusammenhang. Erst darüber hinaus zeigt die Gravitation ungewohnte und abstrakte Eigenschaften.
An die Wurzeln der Gravitation gelangt die Quantenphysik wohl nur mittels des unkompliziert formulierbaren, fließenden Zeitpunktes „Gegenwart“ (als Eigenzeit; platonakademie.de „Hörsaal“ II S.1, 2, sowie verschiedene PM). Alle sonstigen Versuche scheinen sich in mathematische Hypothesen zu verlieren, von denen nach Meinung der Grundlagenphysiker bisher keine zum Ziel führte, trotz ausgesuchtester Formalismen, so dass nun der LHC entscheiden soll.
Dazu ist es offenbar gekommen, als die Empfangsantenne für ein einfaches, generelles Urprinzip, die die Philosophen seit Jahrtausenden ausgefahren hatten, im 20. Jahrhundert abmontiert wurde.
Setzt man – was so viel wie Beobachtung, Messung heißt – die Gegenwart in die Gleichung Galileis für kräftefreie Bewegung ein („Weg eines Punktes P = seine Geschwindigkeit mal Gegenwart des Betrachters“), so wird der Abstand zwischen P und gesetztem Streckennullpunkt ganzzahlig („Hörsaal“ II S. 4, Gl.(2)): Die zutage tretende absolute Längeneinheit 1 ist eine Elementarlänge derart, dass die Betrachtung von Bruchteilen von 1 ausgeschlossen wird. Bei Niedrigenergien entspricht sie, wie sich aufgrund anspruchsvollerer Vorarbeit herausstellte, dem Durchmesser des Protons. Sie wirkt als mittlerer Fehler der Einzel-Längen-Messung. Das so hervortretende Diskontinuum des Raumes ist die Basis der Quantenphysik, die Weggabelung, an der sie sich von der klassischen Mechanik trennt. Denn aus der Ortsunschärfe 1 des bewegten Punktes P ergibt sich auf einem speziellen Weg Heisenbergs Ungenauigkeitsrelation, die heute auch in Schülerlexika nachzulesen ist.
Mit dem Zerfall des kontinuierlichen Raumes tritt etwas Entscheidendes in den Vordergrund, das in der Physik anscheinend nicht in gebührendem Maße sichtbar gemacht wird, obwohl mancher es bemerkt haben dürfte: Wenn ein Teilchen am Ort B nicht exakt mit seiner zuvor am Ort A gemessenen Geschwindigkeit v1 ankommt, sondern mit einer unvorhersagbaren anderen, v2, dann darf man den Geschwindigkeitsunterschied (er ist positiv oder negativ) durch die Zeit teilen, die das Teilchen von A bis B braucht. Geschwindigkeit durch Zeit ist per definitionem Beschleunigung, mit negativem Vorzeichen Bremsung. Ob das nur Formalität ist oder ob so die Beschleunigung in die kräftefreie Welt kommt, steht zunächst offen.
Aber diese aus der Wellennatur entnommene Beschleunigung muss in der TFZ („Theorie der fließenden Zeit“) in der Form c/T ausgedrückt werden: Lichtgeschwindigkeit c durch Gegenwart T. Dass dieses c/T die Gravitation ist, ergibt sich aus folgendem numerischen Vergleich. Wählt man für die Gegenwart T das nicht konstante Weltalter in der durch Gl. (1) in „Hörsaal“ II gegebenen Bedeutung, also die größte im Universum realisierte Zeitspanne T – 0, dann zeigt sich zum einen: Es gibt keine kleinere Beschleunigung als c/T; dafür müsste T ja erst größer sein, und im Zähler muss andererseits c stehen bleiben. Zum zweiten: Das Weltalter wird heute auf 13,7 +/- 0,4 Milliarden Jahre geschätzt. Eingesetzt liefert es für c/T einen Wert nahe der empirischen Gravitationskonstante G. Nimmt man probeweise umgekehrt den empirischen Bestwert für G, so erhält das Weltalter den Zahlenwert 14,108 Mrd. Jahre (korrigiert bez. der „Strömungskraft“, s. „Hörsaal“ II Gl.(3) ff).
In der ART ist die Gravitation ohnehin reine Beschleunigung. Anmerkung für Physiker: Nach der TFZ ist im Newtonschen Gesetz die elementare Masse 1 durch das Quadrat der Elementarlänge 1 vertreten. Die Gravitationskonstante G hat dann im Abstand einer Elementarlänge den Betrag c/T und hat somit die Dimension der Beschleunigung.
Beschleunigung – und damit Gravitation – ist offenbar den Elementarteilchen jedes Großkörpers mitgegeben, auch dann, wenn sich dieser beschleunigungsfrei nach Galileis Gleichung bewegt. Unter den zahlreichen Teilchen eines Großkörpers heben sich die Plus- und Minus-Unschärfen der Beschleunigung auf. Nur beim Einzelteilchen kann die immanente Beschleunigung mit eindeutigem Vorzeichen zutage treten, auch wenn keine Kraft von außen einwirkt, und sie verrät sich am Spalt konkret als Bahnstörung.
Es gibt sozusagen im Prinzip gar keine unbeschleunigte Bewegung von Materie. Geradlinig gleichförmige kommt nur durch Annullierung von Plus- und Minus-Beschleunigung zustande. Die klassische Mechanik definiert die Beschleunigung dagegen dadurch, dass sie sich eine Kraftquelle vorstellt, die einem Körper von außen angenähert wird.
Platon-Akademie (PA). Sie wurde als Fortsetzung der
antiken PA neu gegründet und befindet sich im Aufbau.
Das Ziel ist jedoch grundsätzlich nicht die Fortsetzung
oder Wiedergabe der spekulativen Philosophie Platons.
Vielmehr ist es jetzt ihre Aufgabe, im
naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die
richtige Antwort auf die großen modernen philos. Fragen
zu finden.
Leitung: A.Fr. Rüdiger Brück
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Geb. 1938 in Völklingen
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1959 Abitur
Studien: Pädagogik, Philosophie,
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Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst
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