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Platon-Akademie (12): Das Proton ist ein Schwarzes Loch – das Standardmodell wird so etwas nicht integrieren können.

Platon-Akademie, 30. September 2009

Schwarze Löcher (SL) haben mehr Furore gemacht als der Urknall. Und die Circus-Nummer ist noch nicht zu Ende!
Als erster hat Pierre Simon Laplace (1749 bis 1827) das SL als klassische Verdichtung berechnet. Erst Albert Einstein und Karl Schwarzschild legten den Grund für ein umfassendes Verständnis seiner Phänomene.
Will jemand sein Staunen auf die Spitze treiben, nimmt er am besten das Beispiel Erde: Sie müsste samt allen Kontinenten und Meeren – man stelle sich die erst einmal vor! – auf die Größe einer Kirsche komprimiert sein, um ein SL werden! Und wäre unsere Sonne eines, hätte sie einen Radius von knapp 3 km (der Radius der normalen Sonne beträgt fast 700 000 km).
Ein SL ist so extrem dicht, seine Schwerkraft, die Massenanziehung oder Gravitation, an der Oberfläche so enorm, dass kein Lichtstrahl mehr abheben kann. Der Beobachter sieht absolute Dunkelheit.
Aber noch mehr Aufsehen als die Schwärze erregt der Stillstand der Zeit an der Oberfläche des SL. Eine normale Oberfläche ist das nach der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) ohnehin nicht mehr, sondern ein „Zeithorizont“. Ein Beobachter O sieht nach der ART jede Uhr, die unter der Einwirkung eines stärkeren Gravitation steht als er, langsamer gehen als seine eigene. Und da jede Art Entwicklungsvorgang eine verallgemeinerte Uhr darstellt, geht generell jede Entwicklung langsamer. Hinreichend nahe an einem SL steht dann alle Entwicklung von O aus gesehen völlig still, genauer: Eine Sekunde vergeht unendlich langsam – wohlgemerkt: aus der Ferne betrachtet.
Das SL ist ein echtes Loch im Raum. Interessant ist, dass drei Zahlen genügen, es vollständig zu beschreiben: seine Masse, sein Drehimpuls und seine elektrischen Ladung.
Kann nun ein Proton ein solches Monster sein? Konventionell gesehen nicht. Man muss aber berücksichtigen, dass die von einer Masse M erzeugte Gravitation auch vom Zahlenwert der Gravitationskonstante G abhängt und dass G nach der TFZ früher größer war als heute (Gegenwartsbedingung; vgl. u.a. PM (3) u. (10) und wegen der Himmelsmechanik auch platonakademie.de, Hörsaal“ V)). Aufgrund des von der konventionellen Physik bisher nicht einkalkulierten Fortschreitens der kosmischen Gegenwart, des Weltalters T, lässt sich folgendes errechnen.
Bei T = 4 Milliarden Jahre (heute vor ca. 10 Milliarden Jahren) hatte G den 3,5fachen Wert von heute. Als das Universum erst ca. T = 600 Millionen Jahre alt war, betrug G das 23fache von heute! (Alles im TFZ-Maßstab. In ihm beträgt das Weltalter heute 14,108 Milliarden Jahre.) Sehr exotisch wird G natürlich bei einem nochmals hundertmal kleineren Weltalter, also T = 6 Millionen Jahre. Die Gravitation war einige tausend mal so stark! Das beschleunigte die Sternentstehung ungemein, und laufend muss es ganze Salven von Supernovae gegeben haben. Sterne mit Jupitermasse leuchteten so hell wie die heutige Sonne. Ihre Lebenszeit war daher sehr kurz. Wir beobachten gegenwärtig im derart jungen Universum, dessen Physik von der Konvention natürlich abweicht, mangels genügend großer Fernrohre noch nichts.
Lebhafte Sternentstehung beobachtet man aber bei T < 4 Milliarden Jahren. Galaxien, die es normalerweise erst später gegeben haben sollte, sieht man schon bei T = 0,04 Milliarden.
Und jetzt gehen wir ganz an den Anfang, als das Universum startete: Als die Welt etwa ein Millionstel von einem Trillionstel einer Sekunde alt war – das ist die sog. Elementarzeit, welche das Licht benötigt, um die Elementarlänge (PM (11)) zurückzulegen: 4,4 mal 10 hoch minus 24 Sekunden – hatte die Gravitationskonstante c/T (erklärt in PM (10)) die Stärke von hunderttausend mal eine Billion mal eine Billion mal eine Billion des heutigen Wertes.
Das liegt im Bereich der Kernkraft. Bei solchem G reicht sogar die winzige Protonenmasse, ein Millionstel eines Trillionstel Gramms, für die Bildung eines Schwarzen Loches von der Ausdehnung einer Elementarlänge. (Vgl. platonakademie.de „Hörsaal“ IV und V).
Man weiß schon immer, das Proton ist durch drei Größen vollständig bestimmt: Masse, Ladung und Drehimpuls. Jetzt leuchtet das besonders ein. Es ist (s. die PM (10)) das unveränderte Universum der ersten Elementarsekunde, eben weil an seiner Oberfläche seitdem die Zeit stillstand.
Die wohlbekannte Kernkraft gibt sich in der TFZ als stark verunstaltete weil quantisierte Gravitation zu erkennen, denn diese Mikrowelt hat diskontinuierliche Raum- und Zeitmaße. Weitere Einzelheiten sind noch nicht berechnet. Jedenfalls bewährt sich, dass nach Einstein jede Beschleunigung von Hause aus Gravitation zu sein hat. Nur konnte man mit konstantem G der Kernkraft bisher nicht ansehen, dass sie Gravitation ist.
Das Proton strahlt als SL keine Energie ab, es ist stabil, auch wieder weil seine Zeit stillsteht. Das Neutron könnte jedoch mit seinem Beta-Zerfall den Hawking-Effekt andeuten: Es gibt bekanntlich einmal ein Elektron ab. Dieser Beta-Zerfall wäre dann Steven Hawkings Verdampfungsprozess des SL, aber quantisiert. Vor der Aufstellung einer Quanten-Gravitations-Theorie ist das freilich plausible Spekulation.
Über den Drehimpuls des Protons in der TFZ s. „Hörsaal“ III. Über das Universum als von innen gesehenes Proton und das Proton als von außen gesehenes Universum s. „Hörsaal“ IV oder vgl. die PM (10).

Platon-Akademie (PA). Die neue Platon-Akademie (PA) wurde als Fortsetzung und Abschluss der antiken PA neu gegründet und befindet sich im Aufbau. Das Ziel ist jedoch grundsätzlich nicht die Wiedergabe der Texte Platons. Vielmehr ist es jetzt ihre Aufgabe, im naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die richtige Antwort auf die großen modernen philosopghischen Fragen. zu finden.
Autor der Platonakademie:
Anton Franz Rüdiger Rüdiger Brück
Staatangeh. Deutsch
Geb. 1938 in Völklingen
Human. Gymnasium
1959 Abitur
Studien: Mathematik, Physik, Pädagogik, Philosophie.
Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst
A. Fr. R. Brück
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