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Platon-Akademie (13): Die berüchtigte „Dunkle Energie“ wird sicher nur von der Gravitationskonstante vorgetäuscht

Platon-Akademie, 30. September 2009

STERNE UND WELTRAUM äußert sich im Heft 10/2009 wieder einmal zur Dunklen Energie, einem hypothetischen Konstrukt der Grundlagenforschung. Eine Energie, die die Expansion des ganzen Universums verstärkt hat, wird von Astrophysikern postuliert, um zu erklären, warum sehr ferne Supernovae vom Typ Ia weniger hell leuchten als sie sollten. „Dunkel“ wird sie genannt, weil ihre Natur und Herkunft im dunkeln liegt.
Eine SN Ia ist bekanntlich ein explodierender Weißer Zwergstern. Solche katastrophalen Explosionen kann man bis in eine Entfernung von mindestens 8 Milliarden Lichtjahren messen. Wenn die Masse eines Weißen Zwergs eine Grenze von 1,4 Sonnenmassen erreicht, hält sein Elektronengas dem Druck nicht mehr stand und der Stern löst sich explosiv auf, soweit man weiß restlos. Die Leuchtkraft einer SN Ia muss immer einigermaßen genau dieselbe sein, weil 1,4 Sonnenmassen „Sprengstoff“ nicht mal weniger, mal mehr Strahlungsenergie ausschütten.
Dass entfernte SN Ia offenbar weniger hell strahlen, schlug 1998 mit voller Wucht in die herrschende Lehre ein. Rettende Schlussfolgerung: Die SN Ia seien aufgrund der Dunklen Energie weiter entfernt als nach dem Standard-Urknall-Modell erlaubt, und dieses sei daher zu korrigieren. Für viele Astrophysiker steht das einwandfrei fest. Die Autoren des Artikels fragen aber durchaus ernstgemeint, ob man die Beobachtung nicht einfacher erklären könnte als durch eine Dunkle Energie. Diese macht z.B. quantenmechanisch erhebliche Schwierigkeiten und verlagert im Grunde das Rätsel daher nur auf ein neues Rätsel.
Zuerst ist nachzuprüfen, ob nicht wieder einmal das Fortschreiten der Zeit schuld ist (s. die PM vom 31.7.2009, 14:32)). Das Fortschreiten der Zeit löste manches als unlösbar geltende Rätsel. In diesem Falle: Die TFZ zeigt, dass die Gravitationskonstante früher stärker war (vgl. auch zur Klärung der himmelsmechanischen Konsequenzen PM (10) – (12) oder platonakademie.de, „Hörsaal“ V). Für den kritischen Druck, bei dem die Katastrophe einsetzt, brauchte der Stern, wenn die Massenanziehung stärker war, weniger Masse, also Sprengstoff. Die Leuchtkraft lag dann unter der heutiger SN.
Rechnet man auf der Basis die scheinbaren Helligkeiten der SN Ia für frühere Weltalter numerisch aus – dabei ist v.a. die kosmologisch grundlegende Abb. 1 in platonakademie.de Hörsaal II zu berücksichtigen – ergibt sich ein Leuchtkraftdefizit ungefähr vom beobachteten Ausmaß. Die viel diskutierte Abb.1 wird dadurch zugleich bestätigt.
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