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Platon-Akademie (5): Exakte Angaben des Zeitaxioms über transzendente Welten und eine allgemeinverständliche Erklärung, warum die Zeit vergeht.

Platon-Akademie, 31. Juli 2009

Bevor das unwillkürlich wandernde Jetzt in logisch auswertbare Form gefasst war, konnte guten Gewissens die Existenz einer weder empirisch noch logisch zugänglichen Welt behauptet werden. Die weitreichendste Konsequenz des Zeitaxioms war jedoch der Nachweis, dass unendlich mal unendlich viele Universen unseres Typs existieren. (Unser Universum ist ein Element aus einer Teilmenge aller denkbaren Typen.) Es zeigt sich, sie sind hierarchisch geordnet. Konkret: Im Proton befindet sich ein Universum, und unser Universum ist selbst von außen gesehen ein Proton. Die Unbegrenztheit dieser Folge liegt auf der Hand.
Die hierarchische Struktur beinhaltet alles, was Existenz beansprucht. Transzendenz ist so gesehen nichts Absolutes. Der Begriff beschränkt sich vielmehr allein auf das Empirische. (Rüdiger Brück, Die Unendlichen Ordnungen: Es gibt uns auch in anderen Universen, 1964“; und : www.platonakademie.de, „Hörsaal“ IV).
Die Attraktivität dieses Systems hatte um 1955 als reine Hypothese die Grundlagenfrage auf den Punkt gebracht, weil sich mit ihm die Aussicht bot zu sagen, warum überhaupt etwas existiert. Man findet die Hypothese übrigens auch beschrieben in: Carl Sagen, Unser Kosmos, 1982, S. 27. Zitat: „Es gibt eine Idee, eine reichlich sonderbare Idee, die einen nicht mehr loslässt und ganz in ihren Bann schlägt, eine der großartigsten Annahmen in Wissenschaft und Religion, die völlig unbewiesen ist und vielleicht auch unbeweisbar bleiben wird . . .“. Sagan setzt an die Stelle des Protons das Elektron und fährt fort: „Dies ist die einzige mir bekannte religiöse Idee, die die unendliche Zahl der unendlich alten, zyklisch wiederkehrenden Universen der Hindukosmologie noch übertrifft . . .“
Auf der Suche nach dem Beweis der Unendlichen hierarchischen Ordnungen wurde 1969 zuerst die GB bemerkt, und abermals Jahre später, 1986, wurde klar: Man muss die von der GB angegebene Weltmasse in die Formel für den Schwarzschildradius (Schwarzes Loch) einsetzen, um die Hierarchie zu beweisen.
Einige unternahmen deshalb verzweifelte Versuche, die GB ad absurdum zu führen. Allein aber die Kompatibilität der GB mit empirischen Ergebnissen aus Kosmologie und Physik lässt ihre Widerlegung aussichtslos erscheinen. Die folgende allgemeinverständliche Darstellung soll jedem die Möglichkeit geben, sich selbst ein Urteil zu bilden.

Stellen Sie sich einen Zeitpunkt X in der Zukunft vor, sagen wir zwei Stunden voraus. Das Zifferblatt auf Ihrer Armbanduhr macht die Zukunft, die gemeint ist, anschaulich. Sie können willkürlich ein paar Minuten zu X dazuzählen oder auch abziehen, Sie verbleiben damit dennoch in der Zukunft. Dasselbe gilt für die Vergangenheit. Zählen sie zu einem vergangenen Datum Y etwas dazu oder ziehen etwas ab – die neue Vergangenheit bleibt Vergangenheit. Die Gegenwart T, auf die die Zeigerspitze soeben zeigt, verhält sich anders. Sie bleibt nicht Ihre Gegenwart, wenn Sie etwas dazuzählen oder abziehen: Da Sie ihrer eigenen Gegenwart nicht entkommen können, haben Sie nur die Möglichkeit, 0 zu addieren oder zu subtrahieren. Analog kann man T nur mal 1 nehmen. Dies ist das Charakteristikum der Gegenwart.
Man kann an Hand des Gesagten auch die Warum-Frage beantworten: warum sich die Zeit von selbst bewegt, d.h. warum sie vergeht. Nachdem alle Zeitpunkte der Zukunft einmal drankommen werden bzw. in der Vergangenheit schon einmal dran waren, muss die Gegenwart, die Zeigerspitze, irgendwie von selbst (unwillkürlich) auf dem Zifferblatt (= Zeitachse) fortschreiten, unabhängig von unserer Willkür, da wir willkürlich ja nur 0 hinzuzählen dürfen.
Strenger formuliert und physikalisch-formal ziemlich weit analysiert finden Sie die GB auf der o.g. Web-Seite. Die GB ist ein Axiom. Darunter versteht man eine Aussage, die nicht widerlegt, aber auch nicht auf einfachere Erkenntnisse zurückgeführt („bewiesen“) werden kann. Ein Axiom ist einfach nur evident.
Die GB macht den Augenblick zu einem „einzigartigen“ Zeitpunkt, und genau dieser ist anscheinend für die physikalischen Gesetze verantwortlich. Wer zumindest das Abitur in Mathematik absolviert hat, der kann selbst bereits diskutieren, ob und wo noch Kritik an der weiterführenden Theorie der fließenden Zeit angebracht sein könnte.
Platon-Akademie (PA). Sie wurde als Fortsetzung der
antiken PA neu gegründet und befindet sich im Aufbau.
Das Ziel ist jedoch grundsätzlich nicht die Fortsetzung
oder Wiedergabe der spekulativen Philosophie Platons.
Vielmehr ist es jetzt ihre Aufgabe, im
naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die
richtige Antwort auf die großen modernen philos. Fragen
zu finden.
Leitung: A.Fr. Rüdiger Brück
Staatangeh. Deutsch
Geb. 1938 in Völklingen
Human. Gymnasium
1959 Abitur
Studien: Pädagogik, Philosophie,
Mathematik, Physik
Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst
Anton Franz Rüdiger Brück
Schönblickstr. 9B
D-83071 Stephanskirchen
Tel. 08036/908110
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