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Platon-Akademie (8): Unrechtmäßiges „Plagiat“ oder Original?

Platon-Akademie, 1. September 2009

Die Akademie bestand von 387 vor Chr. bis 529 nach Chr. 916 Jahre lang, konnte jedoch für ihre spekulativen Vorlagen eines „Ideenreiches“ und einer idealen Staatsform keine schlüssigen Beweise erbringen und hielt daher später dem dogmatisch definierten monotheistischen Weltbild nicht stand, das mit dem Vaterbegriff vor allem die Massen fasziniert(e). Das biblisch ausgearbeitete „Dogma“ von der Existenz eines personhaften Übervaters erhob bereits den Anspruch eines „Axioms“ und war insofern der erste wissenschaftlich gesehen korrekte Ansatz. Doch erkrankte es schon nach einigen Jahrhunderten ebenfalls an zunehmenden Zweifeln. Immerhin, überzeugt von der Bibel, verbot der byzantinische Kaiser Justinian 529 die Akademie mit ihren nicht-biblischen Aktivitäten.
Die Platon-Akademie mit ihren zündenden Initiativen – in der Renaissance war eine Neugründung durch Cosimo von Medici gescheitert – heute wieder ins Leben zu rufen, gilt vor allem unter Historikern als vollmundige Anmaßung. Aber die Situation ist seit 1969 um 180° gedreht. Das ist nur noch nicht genügend in die Öffentlichkeit gedrungen. Die Dinge liegen bis zum äußersten anders als erwartet, weil bemerkt wurde, dass die Wirklichkeit – „die Welt“ – nur deshalb nie logisch in den Griff zu bekommen war, weil man den fließenden Zeitpunkt der Gegenwart außer Acht gelassen hatte (s. unsere PM / presseECHO vom 22.7.2009, 15:18. Die Logik des fließenden Zeitpunktes ist einfach: Niemand kann die auf seiner Armbanduhr angezeigte Gegenwart verlassen. Er kann nicht in die Zukunft oder Vergangenheit wechseln. Cäsar konnte nicht schnell mal ins 21. Jahrhundert springen, um zu sehen, was bis dahin über ihn geschrieben worden sein würde. Er war an seine Gegenwart gebunden, was für die mathematische Beurteilung heißt: Keiner kann zu seiner Uhrzeit eine andere Zahl hinzuzählen als 0. Die Gegenwart umfasst aus der jetzigen Sicht der Theorie der fließenden Zeit (TFZ) alle Naturgesetze.)
Für die antike Platon-Akademie war die Konsequenz eindeutig: Die in der TFZ erkennbar werdenden unendlich hierarchisch geordneten Universen (s. unsere PM / presseECHO vom 7.8.2009, 12:20 und 14.8.2009, 11:49 ) führen nicht nur zu einer logischen Erfassung der bis dato allein einem Schöpfergott zugeschriebenen Ursachen alles Seienden, vielmehr zeigen sie auch, dass Platons „Ideenreich“ keinesfalls bloße Vision war. Empirisch ist es unzugänglich (vgl. die PM /presseECHO vom 31.7.2009, 14:32), aber in den unendlich mal unendlich vielen, geordneten Universen existiert alles, was die Wirklichkeit ausmacht – uns eingeschlossen – im Augenblick in unendlicher, unauslöschlicher und absolut identischer Duplikation, wie es Platon – im Prinzip! – meinte. Ausführlich nachgewiesen ist das unter www.platonakademie.de Hörsaal IV.
Die 1995 wiedergegründete Platon-Akademie ist demnach kein Plagiat, sie sieht sich als die direkte Fortsetzung der antiken Akademie.
Platon-Akademie und Monotheismus sind aus demselben Motiv entstanden, nämlich eine Theorie der Welt zu entwickeln. Die Parallelität drückt sich auch darin aus, dass nicht nur die physikalischen Naturgesetze und deren letzte Ursache Thema der PA sind. Es existiert ein nicht weniger umfangreich ausgebautes Programm der Ethik. In Konkurrenz zu den Religionen orientiert sich die PA jedoch an Neurologie, Molekularbiologie, Ökologie, Evolutionsanthropologie und Ethologie (vgl. I. Eibl-Eibesfeldt, Die Biologie des menschlichen Verhaltens, München 1995). Sie steht auf der Grundlage dieser Naturwissenschaften („Natur“ im biologischen Sinne). Papst Benedikt XVI hat in seiner Inthronisationsrede in dem Satz „Der Mensch hat mit der Evolution nichts tun“ jene Naturwidrigkeit des monotheistischen Menschenbildes zusammengefasst, welche seit der Aufklärung die emotionale Abkehr der Gesellschaft vom Monotheismus vorantreibt. Die PA sieht eine Möglichkeit, die alte, ohnehin brüchig gewordene, negative Einstellung zur Natur (Biosphäre) zu beenden. Alte Glaubenswerte freilich werden gültig bleiben, wo sie mit unserem Wissen vom Menschen verträglich sind.

Platon-Akademie (PA). Sie wurde als Fortsetzung der
antiken PA neu gegründet und befindet sich im Aufbau.
Das Ziel ist jedoch grundsätzlich nicht die Fortsetzung
oder Wiedergabe der spekulativen Philosophie Platons.
Vielmehr ist es jetzt ihre Aufgabe, im
naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die
richtige Antwort auf die großen modernen philos. Fragen
zu finden.
Leitung: A.Fr. Rüdiger Brück
Staatangeh. Deutsch
Geb. 1938 in Völklingen
Human. Gymnasium
1959 Abitur
Studien: Pädagogik, Philosophie,
Mathematik, Physik
Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst
Anton Franz Rüdiger Brück
Schönblickstr. 9B
D-83071 Stephanskirchen
Tel. 08036/908110
Mail platonakademie@aol.com


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