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Platonakademie (242): Brücks Benachrichtigung der Deutschen Forschungsgemeinschaft über die Analyse des Urprinzips Zeit (TFZ) und die führende Rolle der Griechen / (Titel geänd. am 21.2.19)

Platon-Akademie, 20. Februar 2019

Der vollständige Text:
„Anfang dieses Jahres ist mir bewusst geworden, dass ein halbes Jahrhundert zu Ende geht, seit ich 1969 das von Platon und Aristoteles in die Worte „Alles fließt“ gefasste Zeitgesetz formalisierte, um es mathematisch analysierbar zu machen. Sie hatten die frühere Feststellung des Herákleitos aufgegriffen, dass alles Seiende mit dem Fortschreiten des Gegenwarts-Zeitpunktes T zu tun hat (den die Zeigerspitze unserer heutigen Uhr angibt). Sie bewunderten die Fähigkeit des Zeitflusses, Alles zu beherrschen. Damit nahmen sie das europäische Fernziel vorweg, eine Ur-Sache von „Allem“ zu kennen. Nur analysiert hat man das „Alles fließt“ nicht. Deshalb wurde es, als Francis Bacon und John Locke den Empirismus durchsetzten, wie ein Fresko übermalt, womöglich auch aus Rücksicht auf den Vortritt des Volksglaubens.

Auf seine Formalisierung machte mich das Hubble-Gesetz aufmerksam. „Alles fließt“ ist ein Axiom im bekannten Sinne einer evidenten, nicht herleitbaren Aussage, die keine Widerlegbarkeit erkennen lässt. In den beiliegenden Pressemitteilungen PM(241) und (239) habe ich seine Formalisierung, genannt „Gegenwartsbedingung“ (GB), nocheinmal erklärt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V. spreche ich deshalb an, weil der legendäre Denkansatz für Alles schon seit der griechischen Antike bekannt ist. Die Akademie Platons hat das europäische physikalische Denken zwar angestoßen, war aber überfordert gewesen, denn man bedenke, dass noch die heute gängige Mathematik in ihren Gleichungen nur willkürlich wählbare Variable gebraucht, während die fließende Zeit den Begriff einer unwillkürlichen Variablen einbringt: Niemand kann nämlich den fließenden Augenblick T, an dem man das Weltalter fortschreiten sieht, frei wählen.

Entgegen allen Erwartungen charakterisiert die nachträgliche Analyse des Axioms die stets für spekulativ geltende antike Akademie als Grundstein einer echten Forschungseinrichtung, die, um sich deutlich von der Raterei der vorwissenschaftlichen „Philosophen“ abzuheben, eben lediglich der Analyse des Universalaxioms bedurft hätte.

Die Analyse - die Theorie der fließenden Zeit (TFZ) - machte dann im Laufe der Jahre klar, dass sich die unbeeinflussbare Variable T auf die empirisch orientierte Grundlagenforschung auswirkt, die unter Logik nur ein Hilfsmittel versteht: Eine solche kann die Wirklichkeit nur zum Teil richtig wiedergeben. Sie benötigt einfallsreiche, anspruchsvolle Hypothesen. So bedeutet das antike Axiom das Ende dieser Art Empirismus. Ihn setzte bekanntlich Francis Bacon (1561 – 1626) in Bewegung. Ich glaube nicht, dass er über das antike „Alles fließt“ nachdachte. Doch lese ich aus seinem NOVUM ORGANUM ein gewisses Bedauern heraus, dass kein Universalansatz in Sicht ist.

Der Empirismus begeisterte die Welt. Auch mein Ur-Ur-Großvater Anton Theobald Brück übersetzte höchst angetan Bacons NOVUM ORGANUM. Bacon hatte es so gründlich behandelt, dass es in „Geistreichelei“ ausartete, aber anders kam man früher mit den vielen Philosophien nicht zurecht. Die Übersetzung gibt es im Buchhandel. Anscheinend war sie so informativ, dass zu Brücks 125. Todestag (2010) in Tennessee USA auch noch seine BALNEOLOGISCHEN APHORISMEN im Nachdruck erschienen, vermutlich wegen ihrer medizingeschichtlich relevanten Aussprüche.

Die GB zeichnet ein ideales Erscheinungsbild der physikalischen Gesetze: Physikalisch Elementares vereint sich mit mathematisch Elementarem, nämlich den natürlichen Zahlen und ihren Verknüpfungen. Schon ein Gymnasial-Abiturient kann daher die TFZ beurteilen.

Neben gut 40 abonnierten Fachjournalisten verfolgen schätzungsweise über 1000 verschiedene, aktiv an der Grundlagenforschung beteiligte Theoretiker die Pressemitteilungen. Ihre Namen blieben unbekannt. Insgesamt verzeichnen die PM - incl. der auf Platons Weltsicht bezogenen sonstigen Artikel wie z.B. PM(18) - heute über 227 000 Aufrufe. PM(143) bekam gut 2500 Aufrufe.

PM(143) beschreibt die Lösungen einer (gewöhnlichen) Differentialgleichung auf TFZ-Basis (www.platonakademie.de, Gl.3). Das Universum entwickelt sich hiernach streng in logarithmisch wachsenden Zeitintervallen, nicht nach jeweiliger Gelegenheit. Erklärt wird typischerweise die bisher unverstandene Beobachtung der Zunahme und anschließenden Abnahme der Sternentstehung vor gut 10 Mrd. Jahren (empirisches Diagramm s. platonakademie.de, HS II, S.11). Enträtselt wird auch die Existenz Schwarzer Löcher mit vielen Milliarden Sonnenmassen: Es sind gängige Objekte. Natürlich hat die TFZ noch nicht alle Randgebiete behandelt.

Die Öffentlichkeit erwartet unbehelligte Forschung und verachtet dogmatische Machtkämpfe. Solche sind in (PM(239) erwähnt. Von Wikipedia - am 14.11.2017 über Details in Kenntnis gesetzt - liegt bis heute trotz der Fröhlich-Schreiben (Anlage) keine Reaktion vor. Unglücklicherweise bin ich mir nicht sicher, dass meine Post ankam.

Wäre aber die TFZ fehlerhaft, gäbe es längst ein von vielen unterzeichnetes, breit veröffentlichtes Schreiben mit der Bitte, diese Falschinformation der Presse einzustellen.

Im Ganzen: Ich habe ein historisches Thema Europas (griechisches Wort: Land „mit weitem Blick“) vorzulegen, und ich finde es auch dem Namen der antiken Platonakademie angemessen, dass ihr Universalaxiom den Interessenskreisen im Ausland wie im Inland bekannt wird. Ich würde mich selbstverständlich sehr freuen, von der DFG zu hören, dass sie dies ebenso sieht.“
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Portrait der Platonakademie. Die 1995 von Anton Franz Rüdiger Brück erneuerte Platon-Akademie (PA) versteht sich als Fortsetzung und Abschluss der antiken. Sie versucht, im naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die richtige Antwort auf die von Platon gestellten Fragen nach der Herkunft der Naturgesetze und nach der besten Gesellschaftsform zu finden. Vor allem ist sie als Internet-Akademie aktiv. Sie strebt keinen juristischen Status an (Verein etc.). Die PA wurde 529 von der Kirche aus weltanschaulicher Konkurrenz verboten.
A. Fr. R. Brück, geb. 1938, ist Autor dieser Artikel. Staatsangehörigkeit Deutsch, Humanistisches Gymnasium. Hochschulstudien: Physik, Mathematik, Philosophie, Pädagogik. Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst. Zuschriften bitte per Post an: s. Impressum in platonakademie.de

(Anmerkung zu dieser PM: Die im Brieftext erwähnten Pressemitteilungen wurden, außer PM(18), als Papierkopien beigefügt)


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