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Platonakademie(250). Immer wieder wird die Frage gestellt: „Warum, Herr Brück, ist die formale Analyse des Fließens der Zeit (TFZ) nie mit einem Nobelpreis gewürdigt worden?“ / Hier eine Antwort für jeden Interessenten / Kl. Korr. am 24.8.19

Platon-Akademie, 20. August 2019

Die Frage stellt, wer von der TFZ weiß und doch nie ein Wort über das Fließen der Zeit im Universum hört, obwohl bereits die antiken Denker darin unmissverständlich das Wesen aller(!) Dinge sahen. Fragt er nun kompetente Physiker, bekommt er Auskünfte des Musters „davon habe ich nie gehört.“ Kann durchaus sein. Von solchen Fällen abgesehen: Als für das Fließen der Zeit 1969 erstmals eine mathematisch auswertbare Formulierung gefunden war (nicht „er“funden), wurde deren Publikmachung verboten.

Zu dem Verbot kam es, weil 1972 Herbert Fröhlich, Prof. für Physik in Liverpool, die Veröffentlichung der Formel empfohlen hatte. Sie heißt heute „Gegenwartsbedingung“ (GB), denn die Gegenwart ist, wie der Sekundenzeiger zeigt, derjenige Zeitpunkt, der fließt. Einzelheiten über sie erfährt der Leser in der Pressemitteilung PM(239)*), Abschn. IV ff. Fröhlich hatte selbst die Wurzel aller Naturgesetze in der Zeit vermutet. Als eine Fachzeitschrift deshalb die GB veröffentlichen wollte, wurde ihr das von Physikern, die bis heute anonym blieben, untersagt, und ein Gericht bestätigte das Verbot. Was steckt dahinter?

I. Die Methode der Grundlagenforschung

Die GB ist ein Ur-Axiom. 1998 war die TFZ soweit geprüft, um in www.platonakademie.de veröffentlicht zu werden. Ab 2009 erschienen die Pressemitteilungen. Über 1000 Grundlagenforscher machten sich nun ein Bild vom Verlauf der Auswertung. Vgl. PM(143)*). 2013 versuchte man dann von den USA aus, diese Publikationen mit einem Trojaner zu schädigen. Allerdings wurde er abgefangen.

Insbesondere war die TFZ leicht zu verstehen. Denn fundamentale Daten können bei Zurückführung auf die Zeit mit einem Taschenrechner gelöst werden. Nichts Anspruchsvolleres als den Texas-Instruments-Taschenrechner von 1986 brauchte die PA, um z.B. die Massen der abgeleiteten Teilchen Proton und Elektron zu berechnen. Das Ergebnis fiel 100mal genauer aus als die besten Messwerte der Großtechnik.

Sobald die GB offiziell anerkannt wäre, wäre die empiristische Grundlagenforschung beendet (vgl. die PM(241)*). Die genialen Beschleuniger, die man für die experimentelle Forschung einsetzt, werden Museumsstücke. Für deren Benützung investiert man aber jährlich milliardenschwere Finanzströme. Es geht zunächst vordergründig also um Geld, viel, viel Geld. Im Vergleich: Die TFZ kam stets ohne jegliche finanzielle Hilfen zurecht. Ist das Bedürfnis nach wirklicher Erkenntnis der letzten Ursachen also so weit verblasst, dass nur noch die Lust, der Wirtschaft zuliebe zu spekulieren, den Fortschritt motiviert?

II. Ein zweites Problem

entsteht den Fakultäten daraus, wie die PA zu den nötigen mathematischen Einsichten kam. Anfang der sechziger Jahre ging es noch ausschließlich um die Suche nach einem Weg, ob man unendliche hierarchische Universen-Ordnungen (UO) formal nachweisen kann, Ordnungen, die das Universum und seine Gesetze aus sich selbst erklären. Über den Mechanismus der Selbstverursachung informiert die Pressemitteilung PM(243)*). Eine TFZ war erst ab 1969 aktuell. 1986 legte diese dann in Form von zwei Gleichungen den formalen Beweis für die Selbstverständlichkeit der UO vor. Der dafür nötige mathematisch-physikalische Einblick war indes von 1959 bis 1964 nicht aus Vorlesungen gemäß Hochschullehrplan geschöpft worden. Die Vorlesungen waren vielmehr speziell mit Blick auf den Nachweis der UO ausgewählt. Ein Einstieg in die Hochschullaufbahn war ohnehin nie das Ziel.

Es sind also Autoritätsgründe im Spiel, die heute der TFZ den Status einer Wissenschaft versagen. Ein an Fakultäten gebundener Physiker, der das Zeitaxiom GB als Maßstab vorschlägt, muss mit dem Verlust seines Ansehens rechnen. Es wäre allerdings auch nicht sinnvoll gewesen, sich von Fakultäten führen zu lassen, da die TFZ ganz von vorne und unabhängig auf dem Ur-Axiom der Dinge aufbauen muss, sich also auf Zitate aus der Universitätswissenschaft nicht stützen darf. Solche Zitate würden die Beurteilung der Grundlagen unmöglich machen.

Universitäten vergessen dabei allzu gern, dass die großen, logisch verwertbaren Visionen - die zum Atom, zur Elementarlänge, zur Unendlichkeit als Ursache des Seins u.a. - von Denkern stammen, die noch gar keine Universität kannten. Die Universität entstand erst zu Beginn des Mittelalters als Zweig der Theologie, deren Hierarchie sie übernahm. So fällt einem in Anlehnung an den Ilias-Vers VI/146f der Satz ein: „Wie die Blätter der Bäume verweh´n die Gedanken der Menschen“.

Übersehen wird ferner, dass jedes Verschweigen eine wackelige Sache ist. Die sog. Schweigespirale von Noelle Neumann veranschaulicht das. Die Ansätze der ersten Philosophen Europas werden unaufhaltsam ans Licht wollen. Wie dünn die Haut des Schweigens ist, zeigt die Uneinigkeit unter Physikern über den Erfolg der hypothesenreichen Experimentalphysik (PM(241)*)). Viele bezweifeln die Hypothesen der Kosmologie.

III. Abschließend ein Sonderfall

Die moderne Physik macht die Herkunft der Gravitation zu einem Rätsel ersten Ranges. Sie sucht mit verbundenen Augen vergeblich nach dem Zusammenhang zwischen Gravitation und Quantenmechanik. In Wirklichkeit enthält bereits die Unschärferelation für Ort und Geschwindigkeit (1927) eines bestimmten Teilchens formal die Gravitation! Denn die Differenz v(2)-v(1) zweier im Zeitintervall t=t(2)-t(1) gemessenen Geschwindigkeiten eines Teilchens ist wegen der Unschärfe von v nie Null. Daher ist auch der Quotient

v(2)-v(1)/t

nie gleich Null. Geschwindigkeit/Zeit bedeutet aber formal Beschleunigung, und seit Einstein ist man sich bewusst: Beschleunigung ist wesensgleich mit Gravitation. Den numerischen Wert der allein hieraus noch nicht ersichtlichen Gravitationskonstanten hat die TFZ durch Analyse der Elementarlänge numerisch zutreffend ermittelt.

Warum konstruiert man also zum Verständnis der Gravitation Riesenhypothesen, die die Welt erschüttern, statt einen Blick auf den grundsätzlichen Zusammenhang zu werfen?? Es könnte sein, dass mancher Physiker insgeheim den Hintergrund bemerkt hat.
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*) Die URL der TFZ-Artikel im Internet ist:
https://www.presseecho.de/de/presskit/12806/platon-akademie.html
Die Seite www.platonakademie.de. ist für mathematisches Denken konzipiert.
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Portrait der Platonakademie:
Die 1995 von Anton Franz Rüdiger Brück erneuerte Platon-Akademie (PA) versteht sich als Fortsetzung und Abschluss der antiken (vgl. PM(239)). Sie versucht, im naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens richtige Antworten auf die von griechischen Philosophen gestellten Fragen nach der Herkunft der Naturgesetze und nach der humanen Gesellschaftsform zu finden. Vor allem ist die PA als Internet-Akademie aktiv. Sie strebt keinen juristischen Status an (Verein etc.). Die PA wurde 529 von der Kirche aus weltanschaulicher Konkurrenz verboten.
A. Fr. R. Brück, geb. 1938, ist Autor der Pressemitteilungen. Staatsangehörigkeit Deutsch, Humanistisches Gymnasium. Hochschulstudien: u.a. Physik, Mathematik, Psychologie und Pädagogik. Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst.


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