Platonakademie (115). TFZ Spezial: Erklärungen zur Natur des Bezugspunkts O / Seine Geschwindigkeit relativ zu sich selbst / Sein Zusammenhang mit dem Hubble-Gesetz

Platon-Akademie, 9. September 2012

In der erlebten Wirklichkeit spielen nur Abstände r eine Rolle, die nach dem Komma endlich viele Stellen > 0 oder periodische Sequenzen dieser Stellen haben (rationale r). 1970 wurde entdeckt, dass bei Betrachtung in der Gegenwart alle diese Stellen zu 0 werden, dann nämlich wenn r den Abstand eines bewegten Raumpunktes Q von einem gegebenen Ursprung O bedeutet. r ist dann ganzzahlig und verrät so die Existenz einer elementaren Längeneinheit EL der Größe r° = 1:

r = nr°, n = 1,2,3…,

wobei der Wert 1 der EL noch von der Energie abhängt. Die Herleitung der EL mit Hilfe der Gegenwartsbedingung GB ist z.B. in PM(114) unter „Masse“ nachzulesen. Dort auch zur Euklidisch-Kartesischen Metrik. Überblick über die Grundlagen bieten auch PM(74), (82), (113) und www.platonakademie.de (Stand 2010).

Ein paar Erinnerungen:
Da die Endpunkte der EL selbst die Breite r° haben, ist kein Punkt im Raum dieser Größenordnung exakt lokalisierbar. Jeder Punkt hat die Mindestausdehnung r°. Es gibt aufgrund der EL in der Menge (r) keine klassische Null. Die Ganzzahligkeit, so wurde 1970 klar, konnte aber nur in einem der Willkür entzogenen absoluten Längenmaßsystem gelten. Es entpuppte sich als das Maßsystem der Umgebung von Elementarteilchen. Der absoluten Längeneinheit r° = 1 entspricht der Durchmesser des Protons (bewegter Raumpunkt Q). Der quantenphysikalische Aspekt: Das zunächst klassische, determinierte Abstandsintervall PI = OQ als kontinuierliche Menge

(r // r = vT; 0 kleiner gleich v kleiner gleich c)

zerfällt im Augenblick „Gegenwart“ in ein Diskontinuum. Dieses tritt wegen des elementaren Zeitintervalls t° = r°/c auch auf in einer Zeitspanne nt°.

Der Ursprung O.
Betrachtet man das Abstandsintervall PI = OQ zunächst auf klassische Weise in einem Augenblick T > 0, so ist, wie man sieht, in diesem Intervall v = 0 genau dann, wenn r = 0. Demnach ist O auf dem PI der einzige Punkt mit v = 0 relativ zu O (sich selbst). O ist also der Ort des relativ zu sich ruhenden Beobachters der Welt. Wie sich darin schon andeutet, erweist sich Galileis Gesetz r = vT, nicht aber die Raumkrümmung, als eigentliche Grundlage des Hubble-Gesetzes. Grund ist die endliche Gravitationsreichweite der Zentralmassen (PM(109)).

O verharrt jedoch wegen der Unschärfe der EL in scheinbar paradoxer Weise nicht in absoluter Ruhe zu sich selbst, so wie es die klassische Vorstellung verlangt: Das Diskontinuum verursacht nämlich die bekannte Unschärferelation zwischen r und v (a.a.O. „Hörsaal“ II S. 7). Beim Weltalter T = nt° (n < unendlich) beträgt die kleinste erlaubte Geschwindigkeit r°/nt° (heute nur noch r°/10^41t°). Dies ist dann auch der Mindestfehler der denkbaren und messbaren Geschwindigkeitswerte im heutigen Universum des Beobachters O. Der Bezugspunkt O, für den als einzigen die Mindestgeschwindigkeit > 0 relativ zu O (relativ sich selbst) gilt, erhält dadurch die Mindest-Ortsunschärfe r°.

Die Unschärfen von O nehmen seiner Geschwindigkeit relativ zu sich selbst die Paradoxie. Auch wird dadurch sein Abstand r° >0 von sich selbst möglich: Auf der Koordinate gilt für ihn 0 – 0 = 1, was klassisch paradox ist. Das wird auch bestätigt wenn man bedenkt, dass in r = vT der Anfangspunkt von T kein Nullpunkt der Zeitzählung sein kann, sondern mindestens t° = 1 beträgt, das sind 4,4, 10^-24s. Die TFZ kennt keinen Anfang der Zeit, und das wiederum fügt sich in das Bild der Unendlichen Ordnungen (vgl. u.a. PM(7)).

Firmenportrait:
Die 1995 erneuerte Platon-Akademie (PA) versteht sich als Fortsetzung und Abschluss der antiken. Es geht ihr aber nicht um die Fortsetzung der spekulativen Philosophie Platons, auch Textkritik ist die Ausnahme. Sie versucht, im naturwissenschaftlich widerspruchsfreien Konsens die richtige Antwort auf die von Platon gestellten Fragen nach der letzten Ursache der Naturgesetze und nach der Gesellschaftsordnung zu finden. Sie wurde 529 von der Kirche geschlossen.
Leitung: Anton Franz Rüdiger Brück, geb. 1938, Staatsangehörigkeit Deutsch. Humanistisches Gymnasium. Hochschulstudien: Physik, Mathematik, Pädagogik, Philosophie. Ausgeübter Beruf: Bis 2000 Lehrer im Staatsdienst.
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